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Eschen im Arnsberger Wald vom Eschentriebsterben betroffen
18-03-2019, 13:23
Beitrag: #1
Eschen im Arnsberger Wald vom Eschentriebsterben betroffen
Wer zur Zeit die Forstraße zwischen Breitenbruch und Neuhaus befährt, bemerkt zahlreiche in 70cm Höhe abgesägte Bäume, deren Stümpfe am Straßenrand mit einem roten Strich markiert sind.

Der rote Strich fällt auf und warum die Bäume an der Forstraße zwischen Arnsberg-Breitenbruch und Möhnesee abgesägt wurden, wirft Fragen auf.
Der Grund für die Fällungen der vielen Bäume liegt lt.Forstexperten darin, dass sie Eschentriebsterben befallen waren, einem Pilz. Dieser Pilz, das Falsche Weiße Stängelbecherchen (Hymenoscyphus fraxineus), ist eine erst 2010 neu beschriebene Pilzart, dessen Nebenfruchtform Chalara fraxinea das Eschentriebsterben an Gemeiner Esche und Schmalblättriger Esche auslöst.

Das Phänomen ist nicht neu. Schon ein ganzes Jahrzehnt unheilvoller Ausbreitung des Falschen Weißen Stengelbecherchens ist vergangen. Und sein Seuchenzug hat den Eschenbeständen weiter Teile Europas seither großen Schaden zugefügt. Hunderte Kilometer weit wehende Sporen befallen alljährlich nicht nur einzelne Bäume jeden Alters. Vielmehr sind es mittlerweile oft ganze Bestände, die der Pilz in unseren Wäldern zu Grunde richtet.

Die Stümpfe werden demnächst tiefer geschnitten und dann abgefräst.

Es hat mich ziemlich schockiert, als ich die vielen abgesägten Bäume an der Forstraße zum ersten Mal gesehen habe und das hat sich bis jetzt nicht geändert, ich fahre des öfteren diesen Weg.
Anbei Aufnahmen der abgesägten Bäume, fast durchweg im Stamm kerngesund, ein trauriger Anblick, wenn man bedenkt, wie viele Jahrzehnte alt diese Bäume schon waren. Bis da wieder Ersatz nachgewachsen ist, dauert es wiederum viele Jahrzehnte, da frage ich mich, hätte man die gesunden Bäume stehen lassen können? Ich denke in der Vergangenheit ist die Natur doch auch mit solchen Erscheinungen fertig geworden, haben einzelne Bäume Resistenzen entwickelt und an ihre Nachkommen weiter gegeben. Ist das denn die die Lösung, alles abzuholzen ? Frei nach dem Motto: bevor die krank werden sägen wir die besser ab. Warum wartetet man nicht einen längeren Zeitraum und beobachtet wie sich der Baum unter dieser Krankheit entwickelt und holzt ihn erst ab, wenn wirklich ersichtlich ist, daß er es nicht schafft ?

Es stehen noch viele weitere Eschen an dieser Straße, sollen die denn alle gefällt werden ? Da kann einem ja Angst und Bange werden. Gerade in der heutigen Zeit, wo jeder Baum so wichtig für die Luftreinhaltung ist.

Mit freundlichem Gruß, Volkmar Brockhaus


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