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Spendenaufruf !

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Windräder bedrohen Rotmilan, Wiesenweihe und Mornellregenpfeifer!

Helfen Sie uns mit einer Spende, diese geschützten Arten zu retten!

 

Erstmals in seiner Geschichte beteiligt sich der VNV an einer Verbandsklage.

Zusammen mit dem NABU reichte er Klage ein gegen die Ausweisung der Wind-

vorrangfläche in der Feldflur östlich Marsberg-Essentho.

Wenn die Ausweisung nicht gerichtlich rückgängig gemacht wird, werden dort

bald 11 Windräder stehen und die Bestände geschützter Vogelarten dezimieren!

 

Die Planung ist aus unserer Sicht aus immissions-, arten- und landschaftsschutz-

rechtlichen Gründen nicht zulässig. Bereits im Vorfeld der Antragstellung des

Windenergiebetreibers haben die Naturschutzverbände in ihren Stellungnahmen

auf den besonderen Wert der für die Errichtung der Windkraftanlagen

vorgesehenen Fläche hingewiesen.

Diese naturschutzfachlichen Hinweise wurden völlig ignoriert.

 

Wir sehen das geltende Naturschutzrecht in eklatanter Weise nicht beachtet:

 
  • Im Gebiet brüten Rotmilan, Wachtel, Kolkrabe und ein Paar der vom Aussterben bedrohten Wiesenweihe. All diese Brutvögel drohen durch die Windräder getötet oder – im Fall der Wachtel – vergrämt zu werden. Das geltende Recht, dass Windkraftanlagen ausreichend Abstand zu den Vorkommen dieser Vogelarten halten müssen, wird nicht beachtet.

  • Im Gebiet befindet sich im Spätsommer ein zahlenmäßig bedeutsamer Rotmilan-Schlafplatz. Nach geltendem Recht sind solche Gebiete für die Windkraft tabu.

  • Im Gebiet liegt ein Rastplatz mit landesweiter Bedeutung für Mornell- und Goldregenpfeifer. Diese geschützten Vogelarten verlören ihr Rastgebiet oder würden Schlagopfer, wenn die Windkraftanlagen gebaut würden. Auch darum hätte nach Rechtslage keine Ausweisung der Windvorrangfläche stattfinden dürfen.

    Dass die betroffene Feldflur von vielen Zugvogelarten als Zugkorridor genutzt wird und inzwischen der letzte Teil der großen Hochfläche ist, die noch nicht mit Windrädern zugebaut wurde, ist für das Klageverfahren nicht relevant. Die immensen negativen Folgen für die Natur durch die geplanten Windräder werden dadurch aber noch deutlicher.

    Inzwischen werden von den Windkraftbetreibern Fakten geschaffen: Windräder und Zuwegungen werden bereits errichtet. Illegale Maßnahmen – durch die Investoren zuvor öffentlich angekündigt! - haben bereits stattgefunden:

    Der Baum mit einem Rotmilanhorst, der einer Genehmigung eigentlich entgegenstünde, ist im Winter 2015/16 (genauere Zeitangabe möglich?) gezielt gefällt worden.

    Im Umfeld der Windräder, die gerade errichtet werden, werden potentielle Brutlebensräume der Wiesenweihe mit Flatterband bestückt, um eine erneute Brutansiedlung zu verhindern.

    Trotz behördlichem Baustopp wurde an den Anlagen weiter gebaut. Deswegen wurde gegen den Betreiber nach unserer Anzeige ein Bußgeld verhängt.

     

    Die von VNV und NABU beauftragten Juristen sehen gute Chancen, den Bau und die Inbetriebnahme der Windräder zu verhindern.

    Helfen Sie uns dabei! Unterstützen Sie unsere Verbandsklage mit einer Spende, damit bedrohte Vogelarten eine Chance haben!

  • Details unter:  

  • http://www.vnv-hsk.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=90&Itemid=107

       
 

Kreis musste weitere Windkraftanlage stilllegen

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Verwaltungsgericht stoppt Bau der Windkraftanlagen Himmelreich

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NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 50/16 | 29. Juli 2016

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 Verwaltungsgericht stoppt Bau der Windkraftanlagen Himmelreich  

NABU-Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz wurde stattgegeben
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Düsseldorf – Dem Antrag des NABU auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes im Rahmen der Klage gegen die Errichtung und den Betrieb von 11 Windkraftanlagen im Stadtgebiet von Marsberg hat das Verwaltungsgericht (VG) Arnsberg heute stattgegeben. Damit wurde die aufschiebende Wirkung der sich gegen die Genehmigung des Hochsauerlandkreises richtenden Klage wiederhergestellt, so dass alle baulichen Maßnahmen eingestellt werden müssen. Das VG Arnsberg hat sich dabei entscheidungstragend darauf gestützt, dass die Windenergieanlagen außerhalb der im geltenden Flächennutzungsplan der Stadt Marsberg festgelegten Konzentrationszonen genehmigt wurden. "Auf die vielfältigen Mängel in arten- und habitatschutzrechtlicher Hinsicht, die der Genehmigung des Hochsauerlandkreises anhaften, mussten die Arnsberger Richter daher gar nicht eingehen", erklärte Josef Tumbrinck.

 

Im März dieses Jahres hatte der NABU NRW Klage gegen den Bau von 11 Windkraftanlagen im Stadtgebiet von Marsberg erhoben. Die Planung sei aus immissions-, arten- und landschaftsschutzrechtlichen Gründen nicht zulässig. Bereits im Vorfeld der Antragstellung des Windenergiebetreibers hatten die Naturschutzverbände in ihren Stellungnahmen zur 60. Änderung des Flächennutzungsplans auf den besonderen Wert der für die Errichtung der Windkraftanlagen vorgesehenen Fläche hingewiesen. Diese naturschutzfachlichen Hinweise wurden völlig ignoriert. Da der Bau der 11 Windkraftanlagen vom Hochsauerlandkreis bereits genehmigt wurde, stellte der NABU gleichzeitig Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz.

   

Die Klage des NABU NRW gegen die 11 Windenergieanlagen erfolgt in enger Abstimmung und mit Unterstützung des Vereins für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis e.V. (VNV), dem Kooperationspartner des NABU im Hochsauerlandkreis.

 https://nrw.nabu.de/news/2016/21045.html

Für Rückfragen:

Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 3867379

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail:
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NABU NRW klagt gegen ´Himmelreich´

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NABU NRW klagt gegen ´Himmelreich´

Geplante Windkraftanlagen bei Marsberg gefährden Rotmilan, Wiesenweihe und Mornellregenpfeifer

Der NABU klagt gegen den Bau von 11 Windkraftanlagen im Stadtgebiet von Marsberg. Die Planung sei aus immissions-, arten- und landschaftsschutzrechtlichen Gründen nicht zulässig. Unter anderem würde der Mornellregenpfeifer durch die Planung bedroht.

Windräder in der Hellwegbörde - Foto: Ralf Joest

Windräder in der Hellwegbörde - Foto: Ralf Joest

11. März 2016 - Der NABU NRW hat Klage gegen den Bau von 11 Windkraftanlagen im Stadtgebiet von Marsberg erhoben. „Die Planung ist aus immissions-, arten- und landschaftsschutzrechtlichen Gründen nicht zulässig“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Bereits im Vorfeld der Antragstellung des Windenergiebetreibers hätten die Naturschutzverbände in ihren Stellungnahmen zur 60. Änderung des Flächennutzungsplans auf den besonderen Wert der für die Errichtung der Windkraftanlagen vorgesehenen Fläche hingewiesen. Leider seien diese naturschutzfachlichen Hinweise völlig ignoriert worden.

Die Paderborner Hochfläche zwischen Marsberg, Meerhof und Essentho gehöre zu den wenigen noch nicht mit Windkraftanlagen verbauten Bereichen dieses Land-schaftsraums. Zudem sei das Gebiet als Bruthabitat verschiedener gefährdeter Vogelarten des Offenlandes wie Rotmilan, Wiesenweihe, Feldlerche und Wachtel sowie wegen seiner Bedeutung als wichtiges Rast- und Nahrungshabitat für gefährdete Limikolenarten wie dem Mornellregenpfeifer von herausragendem avifaunistischen Wert. „Das öffentliche Interesse an der Erhaltung dieses bedeutenden Landschaftsraums ist derart gewichtig, dass es nicht der geringen Vorteile eines einzelnen Windparks wegen aufgeopfert werden darf“, so Tumbrinck weiter.


Mornellregenpfeifer - Foto: Frank Derer

Mornellregenpfeifer - Foto: Frank Derer

Obwohl das erhebliche artenschutzrechtliche Konfliktpotenzial dem antragstellenden Anlagenbetreiber also bereits frühzeitig bekannt gewesen sein dürfte, wurde darauf in keiner Weise angemessen reagiert. „So ist das zugrundeliegende Datenmaterial des damit beauftragten Gutachters mangelhaft“, kritisierte Tumbrinck. Zum Teil seien einige Vogelarten laut Gutachter überhaupt nicht existent, Raumnutzungsanalysen insbesondere der vom Bau der Windkraftanlagen betroffen Greifvogelarten fehlten vollständig, Vorgaben des NRW-Leitfadens Windkraft und Artenschutz wurden ignoriert, drei Windkraftanlagen befänden sich gänzlich außerhalb des Untersuchungsraumes des artenschutzrechtlichen Gutachtens und auch die Untersuchungen zu den vorhandenen Fledermausarten seien unzulänglich. Tumbrinck: „Die Mängelliste lässt sich beliebig verlängern.“

Da der Bau der 11 Windkraftanlagen vom Hochsauerlandkreis bereits genehmigt wurde, stellte der NABU gleichzeitig Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz. Die Klage des NABU NRW gegen die 11 Windenergieanlagen erfolgt in enger Abstimmung und mit Unterstützung des Vereins für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis e.V., dem Kooperationspartner des NABU im Hochsauerlandkreis.

Für Rückfragen:
Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 3867379
Johannes Schröder, Verein für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis e.V, mobil: 0170 1829548

 


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