Willkommen beim VNV
 

Arbeitseinsätze 2011

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Winterzeit = Arbeitszeit
für die aktiven Sauerländer Naturschützer im VNV.
Im 14-Tage-Rhythmus führt der VNV Samstags Pflegeeinsätze in Naturschutzgebieten durch und erhält und optimiert so wertvolle Lebensräume mit vielen bedrohten Tieren und Pflanzen.
Es werden Kiefern auf einem Kalkmagerrasen bei Marsberg gefällt, um den offenen und sonnigen Charakter der Flächen zu erhalten. Denn nur dann können die spezialisierten Pflanzen- und Tierarten (Orchideen, Enziane, Schmetterlinge) dort gedeihen.

Im Hillebringsetal bei Brilon entfernte der VNV in schweißtreibender Arbeit Gehölzaufwuchs, damit die Feuchtwiese dort ihren ökologischen Wert erhält. Dabei wurden die Hauptwurzeln mit entfernt, um ein Wiederaustreiben zu verhindern.
Wer Lust hat, bei Bier und schlechten Witzen bei einem Pflegeeinsatz mitzumachen, kann sich melden bei Harald Legge.
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Von Uhus und Sperlingskäuzen

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Von Uhus und Sperlingskäuzen

Eulenwissenschaftler zu Gast beim VNV

Das Kloster Bredelar war vom 21. bis zum 23. Oktober 2011 Begegnungszentrum für über 100 Eulen-Wissenschaftler aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Sogar aus den USA war ein Teilnehmer zum Jahrestreffen der „Deutschen Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Eulen e.V.“ (kurz: AG Eulen) angereist.

Organisiert wurde die dreitägige Tagung durch den VNV auf die Initiative von Martin Lindner, der auch Vorstandsmitglied in der AG Eulen ist.
Die AG Eulen ist ein nationaler Dachverband von Eulenforschern und Eulenschützern. Sie haben sich die Erforschung der heimlichen Nachttiere auf ihre Fahnen geschrieben, um so Grundlagen für deren Schutz zu schaffen. Schwerpunkt in diesem Jahr: die Beringung von Eulen und die Telemetrie. Bei der Telemetrie werden Tiere mit Sendern, die diese nicht in ihrem Leben einschränken, versehen und sind auf diese Weise 24 Stunden am Tag mittels eines Empfängers zu verfolgen. Gerade bei den durch ihre nächtliche Lebensweise heimlichen Eulen bieten sich so viele neue Möglichkeiten der „Verfolgung“ einzelner Individuen.
Auch Probleme für die Eulen wurden diskutiert, beispielsweise das falsch und unsensibel betriebene Geocaching. Bei dieser neuen Sportart, quasi eine elektronische Schnitzeljagd im Grünen, werden Markierungspunkte, die dann von vielen Leuten mittels GPS-Sendern gefunden werden sollen, oft in ökologisch sensiblen Bereichen gesetzt. Mitarbeiter der AG Eulen fanden solche Markierungspunkte schon in Eulen-Nistkästen sowie Felsen, wo der Uhu brütet.

Eine grundsätzliche Entwicklung bedroht alle Greifvogel- und Eulenarten, die im Offenland ihre Nahrung suchen, z. B. Uhu und Schleiereule: Im Zuge der immer weiter voranscheitenden Intensivierung der Landwirtschaft werden mehr und mehr Äcker für den großflächigen Anbau von Energiepflanzen genutzt. Ein Mais- oder Rapsacker wächst allerdings so dicht und hoch, dass dort keine Eule und kein Greifvogel Beute finden kann! Viele frühere Nahrungsräume gingen und gehen so verloren, so dass langfristig mit Bestandseinbrüchen u.a. des Uhus zu rechnen ist.

Aber noch kommt der Uhu in einer stabilen Population im Sauerland vor, womit wir für diese Art auch eine überregionale Verantwortung tragen. Darüber hinaus ist der HSK Lebensraum von sechs weiteren, regelmäßig vorkommenden Eulenarten: Waldkauz, Waldohreule, Schleiereule, Steinkauz, Raufußkauz und Sperlingskauz. Letztere ist die kleinste und Eule Europas, der Name Sperlingskauz drückt es schon aus – er erreicht gerade einmal Spatzengröße.

Am letzten Tag der Tagung ging es nach draußen. Im Rahmen von Exkursionen wurden u.a. die Greifvogel-Schutzstation in Marsberg-Essentho besucht sowie Lebensräume des Uhus im östlichen Sauerland besichtigt.

Am Ende konnten wir ein positives Resümee ziehen; die organisatorische Arbeit des VNV lohnte sich: Wir hatten ein gutes Presseecho und konnten die wertvolle Natur des HSK – und damit auch unsere Naturschutzarbeit – Naturschützern und Wissenschaftlern aus ganz Deutschland näher bringen.

Harald Legge

 

Eulentagung

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Bundesweite Eulentagung in Marsberg-Bredelar

vom 21.10 bis 23.10.2011

 Im Oktober richtet der VNV die 26. Jahrestagung der „Deutschen Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Eulen“ (AG Eulen) im Kloster Bredelar (VNV-Station), in Marsberg-Bredelar aus.

 Bei der AG Eulen handelt es sich um den Dachverband der deutschsprachigen Eulenfreunde, -schützer und -forscher mit ca. 600 Mitgliedern, darunter vier VNV-Mitglieder.

 Am 21. Oktober beginnt die Tagung um 14:00 Uhr mit dem Vortragsprogramm.

Am Abend folgt der traditionelle Eulen(schützer)-Stammtisch der AG Eulen.

Im Vortragsprogramm am Freitag und Samstag stehen vor allem Vorträge über das diesjährige Hauptthema „Individuelle Markierung von Eulen - Methoden, Auswertung, Ergebnisse, Bedeutung für den Schutz“ im Fordergrund.

Dabei wird die Beringung die meiste Beachtung finden. Es werden aber auch andere Themen behandelt. Unter anderem wird es zwei Vorträge zur Situation der Sumpfohreule in Niedersachsen und Schleswig-Holstein geben. Im weiteren Programm wird u.a. eine Telemetriestudie aus Franken vorgestellt.

Am Freitagabend gibt es verschiedene Filme und Vorträge außerhalb des wissenschaftlichen Programms. Auch das Hochsauerland wird hier den auswärtigen Gästen genauer vorgestellt.

Am Sonntag finden drei Exkursionen statt. Inhalte werden Uhubiotope im Diemel- und Hoppecketal, praktische Vorführungen von Klettertechniken, Höhlenkameras in einem Hohlenzentrum des Schwarzspechts und Besuch der Greifvogel und Eulen Pflegestation in Marsberg-Essentho sein.

 Die Tagung findet im alten Kloster Bredelar statt, welches vor einigen Jahren in eine Tagungsstätte umgebaut wurde. Das Kloster Bredelar ist von der Abfahrt Marsberg-Meerhof an der A 44 (Dortmund-Kassel) gut zu erreichen. Der Bahnhof Marsberg-Bredelar mit Zügen aus den Richtungen Kassel und Dortmund/Hagen befindet sich ca. 300 m entfernt. Die Unterbringung erfolgt in der weiteren Umgebung der Tagungsstätte. Das Programm kann Ihnen mit weiteren Unterlagen per Mail oder Brief ab August 2011 zugesandt werden. Wir freuen uns auf ihr zahlreiches Erscheinen im Herbst 2011. Es werden ca. 120 Gäste erwartet.

Hier weiter zu dem Anmeldeformular.

http://ageulen.de/uploads/media/Anmeldung_Teilnahme.pdf

 

Vielseitiges Engagement im Naturschutz

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Pressemitteilung des

„Vereins für Natur- und Vogelschutz im HSK e.V.“ (VNV)

Vielseitiges Engagement im Naturschutz

 - Verein für Natur- und Vogelschutz zog Resümee

 Vom Spätsommer bis in das Frühjahr alle 14 Tage ein samstäglicher Arbeitseinsatz auf Naturschutzflächen im gesamten HSK, regelmäßige Exkursionen und Vorträge für die Öffentlichkeit, intensive Mitarbeit im Landschaftsbeirat des Kreises, erfolgreiche Projektarbeit in Arbeitsgruppen wie der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft – die Liste der rein ehrenamtlichen Aktivitäten des Vereins für Natur- und Vogelschutz (VNV) ist lang. Auf der Jahreshauptversammlung des kreisweit aktiven Naturschutzvereins am 17. April 2010 in Bestwig zog der VNV-Vorstand vor Vereinsmitgliedern und interessierten Besuchern ein positives Resümee seiner vielfältigen Arbeit des vergangenen Jahres.

Messbar ist das ehrenamtliche Engagement für die Sauerländer Natur in vielen Naturschutzgebieten, die der Verein betreut und wo er seit Jahren regelmäßige Pflegeeinsätze durchführt: Auf den Kalkmagerrasen im Raum Marsberg-Brilon findet eine Vielzahl von seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen Rückzugsraum und ist dort teilweise in hohen Individuendichten bzw. Exemplaren zu finden. Der langjährige und einstimmig wiedergewählte 1. Vorsitzende Bernhard Koch aus Arnsberg dazu: „Auf solchen wertvollen Flächen ahmen wir die traditionelle, historische Bewirtschaftung nach; meist wird mit Schafen und Ziegen extensiv beweidet und im Winter aufkommender Schwarzdornaufwuchs in schweißtreibender Arbeit entfernt. Hier gibt es keinen Kunstdünger, hier wird kein Gift verspritzt, wie es in der konventionellen Landwirtschaft heute üblich ist.“ Die Unterschiede sind frappierend: Während auf Flächen der intensiven Landwirtschaft nur noch wenige Allerwelts-Arten zu finden sind, stehen in den VNV-Schutzgebieten nicht selten flächendeckend Orchideen und Enziane, es gibt ein reichhaltiges Insektenleben – zurückzuführen allein auf naturschutzgerechte Beweidung und vor allem den Verzicht auf Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel. So sieht es auch in den Feuchtwiesen aus, die der VNV betreut, z. B. im Seufzertal bei Arnsberg, im Raum Winterberg und in der Medebacher Bucht. Koch: „Das Braunkehlchen, früher ein häufiger Wiesenbewohner, kommt heute nur noch in Schutzgebieten vor. In solchen Feuchtwiesen wird erst gemäht, wenn die Vogeljungen ausgeflogen sind.“ Der VNV sorgt also dafür, dass besonders solche Arten eine Überlebenschance haben, die in unserer von industrieller Landwirtschaft geprägten Landschaft nicht klar kommen.

Ein Problem, was seit den letzten Jahren, aber besonders in den vergangenen Monaten immer wieder auftritt, beschrieb Johannes Schröder aus Marsberg-Bredelar: Vor dem Hintergrund der gesetzlich vorgeschriebenen Verkehrssicherungspflicht werden regelmäßig exzessiv alte Baumbestände entlang von Rad- und Wanderwegen gefällt, sogar in Naturschutzgebieten. „Klar ist, dass nicht standsichere Bäume gefällt werden müssen, von denen eine Gefährdung für die Bevölkerung ausgeht“, so Schröder. „Radikal auch gesunde Bäume zu fällen, um in den nächsten 10 Jahren keine Baum-Inspektionen mehr durchführen zu müssen – so geschehen in mehreren Naturschutzgebieten um Brilon – stellt aber einen Eingriff in das Schutzgebiet dar.“ Auch bei Marsberg-Obermarsberg versucht der VNV derzeit, derartiges verhindern – in letzter Minute, denn entlang eines Wanderweges sind schon –zig gesunde, Jahrhunderte alte Buchen markiert, die wegen der Verkehrssicherung verschwinden sollen. Schröder weiter: „Wir führen intensive Gespräche mit den Verantwortlichen und sind hoffentlich auf einem guten Wege, diesen und weitere Eingriffe in alte, ökologisch wertvolle Baumbestände in Zukunft zu minimieren.“

Vor dem Hintergrund der vielfältigen und guten geleisteten Arbeit der vergangenen Wahlperiode sprachen die VNV-Mitglieder dem engen und erweiterten Vorstand erneut ohne Gegenstimmen das Vertrauen aus. Erfreulich ist, dass sich auch neue Aktive für den erweiterten Vorstand gewinnen ließen, sich für den Erhalt der Natur zu engagieren: Franz Giller aus Marsberg-Giershagen, Klaus Hanzen aus Brilon-Alme, Friedhelm Schnurbus aus Medebach, Lars Dietrich aus Meschede-Wehrstapel und Michael Schneider aus Finnentrop-Fehrenbracht.

Weitere Interessierte an der Sauerländer Natur sind herzlich willkommen, bei der Naturschutzarbeit des VNV mitzuarbeiten oder den Verein passiv als Mitglied zu unterstützen. Weitere Infos: www.vnv-hsk.de

 

 

 

 

Der Verein für Natur und Vogelschutz im HSK ist Partner der