Start
Aktuelles


Landesjagdgesetz NRW

E-Mail Drucken PDF

NABU NRW-PRESSEMITTEILUNG | NR 04/19 | 16. JANUAR 2019

_______________________________________________________________

Ideologisch geprägt, ökologisch unsinnig und artenschutzrechtlich unzulässig  

NABU NRW kritisiert Entwurf des neuen Landesjagdgesetzes 
________________________________________________________________

Düsseldorf – Heute tagt der Umweltausschuss in Düsseldorf zur Beratung der erneuten Novellierung des Landesjagdgesetzes. Der NABU NRW kritisiert den nun vorliegenden Gesetzesentwurf weiterhin als ideologisch geprägt, ökologisch unsinnig und artenschutzrechtlich unzulässig. „Die vorliegende Gesetzesnovelle stellt in weiten Teilen leider keine Anpassung an zwingende gesetzliche Notwendigkeiten oder neue ökologische oder wildbiologische Erkenntnisse dar“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW.  

 

Zentraler Kritikpunkt am Gesetzentwurf aus Sicht des NABU ist unter anderem die Wiederaufnahme von Säugetierarten wie Wildkatze und Fischotter in das Jagdrecht. Nach einem Gutachten des Bundesumweltministeriums ist eine Aufnahme solcher Arten, die im Anhang 4 der FFH-Richtlinie gelistet sind und zudem nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt sind, sowohl verfassungsrechtlich als auch EU-rechtlich nicht zulässig. Ähnlich sieht es bei einigen Vogelarten aus, die wieder in das Jagdgesetz aufgenommen werden sollen, aber nach EU-Vogelschutzrichtlinie nicht für die Jagd in Deutschland freigegeben sind. Dazu zählen beispielsweise alle Greifvögel, Enten-, Tauben- und Möwenarten sowie Graureiher, Gänsesäger und Haselhuhn.  

 

Die jetzige Novellierung des Landesjagdgesetzes als reine Symbolpolitik auf Kosten der Natur lehne der NABU NRW daher ab und fordert weiterhin eine deutliche Kürzung der Liste der jagdbaren Arten. „Eine Aussöhnung von Interessen des Natur- sowie des Tierschutzes und der Jagd werde es mit diesem Gesetzentwurf kaum geben“, so Tumbrinck. 

 

Für Rückfragen:  

Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 38 67 379

_______________________________________________________________________ 

 

Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich) 

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  

 

Glyphosat - endlich vom Acker!

E-Mail Drucken PDF

Glyphosat - endlich vom Acker!

Umweltministerin Schulze plant Glyphosat-Ausstieg. Doch Agrarministerin Klöckner blockiert - jetzt Appell unterzeichnen!campact.de

Hallo,
endlich passiert was bei Glyphosat! SPD-Umweltministerin Schulze hat einen Plan für den Ausstieg vorgelegt. Damit er umgesetzt werden kann, muss Agrarministerin Klöckner (CDU) zustimmen – doch die mauert.
Glyphosat ist eine Gefahr für Mensch und Natur. Darum müssen wir jetzt dafür sorgen, dass Klöckner den Ausstiegsplan unterstützt.
 

Mann wurde doch nicht von Wolf gebissen

E-Mail Drucken PDF

Mann wurde doch nicht von Wolf gebissen

Für den angeblichen Angriff eines Wolfes auf einen Mann im niedersächsischen Bülstedt haben Wissenschaftler keine Belege gefunden. Ein Gemeindemitarbeiter hatte angegeben, von einem Wolf oder wolfsähnlichen Tier gebissen worden zu sein.

Das Senckenberg-Institut in Gelnhausen, das Referenzlabor für genetische Untersuchungen zum Thema Wolf in Deutschland, hatte Tierhaarproben, den Pullover des Gemeindemitarbeiters sowie einen Hammer auf DNA-Spuren geprüft und entsprechende Proben analysiert. Dabei wurden sieben Proben gesichert und untersucht. Auf dem Hammer konnten keine Spuren eines Wolfes oder Hundes gefunden werden. Zwei vor Ort genommene Haarproben ergaben „Reh“. Auf dem Pullover wurden Katzenhaare und drei Speichelproben gefunden. Bei den Speichelproben konnte bei zwei Proben „Katze“ und bei einer „Katze und Hund“ identifiziert werden. Bei allen Proben ergaben sich keinerlei Nachweise für einen Wolf.

aus: https://wildbeimwild.com/2018/12/04/mann-wurde-doch-nicht-von-wolf-gebissen/

Europa: Höchster Schutz für Wölfe

aus: https://www.elli-radinger.de/wolfsangriff-dna-ergebnis-kein-wolf/

Eine Meldung aus der Schweiz: Der Europarat ist momentan nicht bereit, den Schutz des Wolfes zu lockern. Das Gremium hat einen entsprechenden Antrag der Schweiz vertagt. Er will die für nächstes Jahr erwarteten Resultate einer Studie abwarten.
Die Schweiz versucht seit einiger Zeit, das Schutzniveau der Wölfe im Berner Artenschutzabkommen zurückzustufen. Nun ist auch der letzte Antrag gescheitert. Allerdings soll im kommenden Jahr eine Untersuchung über die Lage der Wölfe in Europa von der Europäischen Union und dem Europarat gemeinsam vorgenommen werden. Dann wird noch einmal neu beraten.
Bis dahin – und jetzt bitte alle zuhören!!! – bleibt der Wolf unter höchstem europäischen Schutz. Es wird weder „wolfsfreie Zonen“ noch „Obergrenzen“ o.ä. geben, auch nicht in Deutschland. Bitte sehen Sie derartige Äußerungen als das an, was sie sind: populistisches Geschwätz und Manipulationsversuche.   

 
 

Fledermaushilfe Arnsberg

E-Mail Drucken PDF

Fledermausschutz und Nothilfe im Sauerland

Auch im HSK gibt es eine Nothilfe für verletzte oder geschwächte Fledermäuse.

Frau Sabine Kaufmann, eine Mitstreiterin der BUND-Gruppe Arnsberg, pflegt in ihrem Haus mit liebevoller Hingabe und großer Fachkenntnis, verletze Fledermäuse gesund und wildert diese zur passenden Zeit wieder aus.
Um die Fledermäuse medizinisch gut versorgen zu können, steht sie in engem Kontakt mit der BUND-Gruppe-Hannover und einer Tierärztin die sich beide u.a. auf Fledermäuse spezialisiert haben.

Informationen und Antworten auf Fragen beim Auffinden von verletzten Fledermäusen erhalten Sie bei der BUND-Fledermaushilfe Arnsberg, Sabine Kaufmann, Tel.: 0171 / 28 67 009 

http://www.bund-hochsauerlandkreis.de/themen/bund_fledermaushilfe_arnsberg/

 


Seite 1 von 8