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Über uns

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Die Anfänge des Vereins für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis e.V. gehen auf das Jahr 1980 zurück. Die Staatliche Vogelschutzwarte in der Landesanstalt für Ökologie suchte vogelkundlich interessierte Personen, da der Hochsauerlandkreis ein weißer Fleck auf der ornithologischen Landkarte Nordrhein-Westfalens war. 

Nach rund zwei Jahren wurde aus den unregelmäßigen Treffen der Interessengemeinschaft ein Verein.

                              Gegründet wurde er mit insgesamt 30 Personen am 18.11.1981. 

Heute ist hieraus ein Verein gewachsen, der sich mit über 500 Mitgliedern für einen umfassenden, modernen Naturschutz im Hochsauerlandkreis engagiert. Entscheidende Voraussetzung für einen effektiven, sinnvollen und fachlich guten Naturschutz ist die Kenntnis über die verschiedenen Artengruppen des Hochsauerlandkreises, ihre Verteilung und ihre Gefährdung.

Der Verein hat daher neben dem aktiven Naturschutz durch praktische Maßnahmen von Beginn an umfassende Kartierungen durchgeführt. Zu nennen sind v.a. die kreisweiten Erfassungen der Brutvogelarten und der Gefäßpflanzen. Aber auch zu anderen Artengruppen wie Amphibien, Reptilien, Heuschrecken, Schmetterlingen, Schnecken etc. liegen sehr gute Datengrundlagen für den Kreis vor.

Im Auftrag der Landesanstalt für Ökologie wurde auch die Überarbeitung der Biotopkartierung durchgeführt, also die kreisweite Erfassung schutzwürdiger Lebensräume, so wurde eine wichtige Planungsgrundlage mit erarbeitet, welche bei Eingriffen in Natur- und Landschaft sowie bei der Landes- oder Gebietsentwicklungsplanung oder bei Landschaftsplänen von großer Bedeutung ist.

Für ausgewählte Naturschutzgebiete wurden in Abstimmung mit der Unteren Landschaftsbehörde die ersten Pflege- und Entwicklungspläne für den Hochsauerlandkreis überhaupt erstellt. Seit der VNV Mitglied der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) geworden ist, werden zu allen nach §29 (heute § 58 BNatSchG) Bundesnaturschutzgesetz Verfahren, also bei Eingriffen in Natur- und Landschaft wie Straßenbauverfahren, Gewässerausbauten etc., Stellungnahmen abgegeben. Ein Erfolg, wie bei der Verhinderung der Renautalsperre, ist zwar nur selten zu erreichen, aber der Naturschutz hat eine Stimme und ein Ohr im Hochsauerlandkreis.

Der VNV hat nicht nur die Ausweisung regional und landesweit bedeutsamer Naturschutzgebiete angestoßen, sondern hat mit dem Antrag auf Ausweisung des Vogelschutzgebietes Medebacher Bucht gezeigt, dass Teile des HSK europaweite Bedeutung für den Naturschutz haben. Neuntöter, Rebhuhn, Feldlerche und Co. werden jedoch nur dann eine Chance haben, wenn ein gangbarer Weg zwischen den ökonomischen Interessen der Landnutzer und den ökologischen Anforderungen der Kulturlandschaft gefunden wird.

Zur Vereinsarbeit hinzugekommen sind schon seit langem die Arbeit im Landschaftsbeirat bei der Unteren und der Höheren Landschaftsbehörde, die Mitarbeit in Umweltausschüssen der Kommunen und seit 1993 die Mitarbeit im Trägerverein des Naturschutzzentrums -Biologische Station- Hochsauerlandkreis e.V..

Nicht unerwähnt bleiben darf die Herausgabe der Zeitschrift „IRRGEISTER", die allen Vereinsmitgliedern kostenlos zugesandt wird und die über Aktuelles und Wissenswertes im Bereich Naturschutz informiert.

Obwohl diese „Schreibtischarbeit" viel Zeit einnimmt, stand und steht der praktische Naturschutz im Vordergrund. Trotz des anfänglich vogelkundlichen Schwerpunktes hat der Verein immer Artenschutz durch Biotopschutz betrieben und einen rein ornithologischen Naturschutz vermieden. Durch Pacht und Ankauf, v.a. durch die Unterstützung der Nordrhein-Westfalen-Stiftung http://www.nrw-stiftung.de/, ist die zu betreuende Fläche mittlerweile auf rund 400 ha angewachsen.

Bewirtschaftungskonzepte für besonders schutzwürdige Lebensräume, der Erhalt des Roten Höhenviehs, der Wanderfalkenschutz und vor allem die seit 1984 von Juli bis Ende Februar in 14-tägigem Rhythmus durchgeführten Arbeitseinsätze sind ein eindeutiger Beleg dafür, dass der VNV ein aktiver Naturschutzverein ist.

In den über drei Jahrzehnten hat der Verein bewiesen, dass er im Hochsauerlandkreis die sich selbst gestellte Rolle, Anwalt der Natur zu sein, erfüllt - mit Leidenschaft und Augenmaß! Und dies wird auch für die Zukunft gelten.