2001-OAG

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Jahresbericht der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft (OAG) für das Jahr 2001

Ergebnisse der Bestandsaufnahmen genauer erfasster Arten für das Jahr 2001 im Hochsauerlandkreis

Zwergtaucher (Erfassungsgrad: 90 %): 

Nachdem die Art 1999 nicht und 2000 mit 3 BP im Sauerland gebrütet hat, konnten in 2001 5 BP an vier Plätzen festgestellt werden:

1 BP mit 1 flüggen juv. Artenschutzteich Kreisgrenze bei Arnsberg-Vosswinkel. In direkter Umgebung des Brutgebiets  - der gesamte Bereich ist NSG und FFH- Gebiet! - wurden im Mai Baumfällmaßnahmen durchgeführt, so dass das BP erst Ende Mai mit dem Brutgeschäft beginnen konnte.

2 BP Ruhrstau Arnsberg-Hüsten (1 BP mit 4 flüggen juv.; 1 BP mit 3 flüggen juv.)

1 BP mit 5 flüggen juv. Ruhrstau Arnsberg-Uentrop

1 BP nach dem Zwischenzug mit Spätbrut auf dem Ruhrstau Bigge-Olsberg (Schlupf der 4 juv. Mitte September, alle 4 flügge Mitte Oktober

Anders als in der Vergangenheit besiedelt der Zwergtaucher mit der Ruhr jetzt auch ein Fließgewässer. Im Rahmen der geplanten Durchgängigkeitsmachung der Ruhr wird dieses vermutlich aber als Bruthabitat verschwinden.

Haubentaucher (100%): 

Die insgesamt 49 BP verteilen sich wie folgt:

18 BP Sorpesee

13 BP mit 23 pulli Hennesee

15 BP Diemelsee

  3 BP Baggerseen bei Marsberg-Westheim

Graureiher (80%): 

Der Brutbestand im HSK beläuft sich auf 14-15 Kolonien (2000: 12 Kolonien und eine Einzelbrut), insgesamt brüteten 165 BP erfolgreich (2000: 145 erfolgreiche Bruten). 4 kleinere Kolonien mit zusammen 11 BP wurden 2001 neu gegründet, 3 im Stadtgebiet Arnsberg, eine in Meschede.

Schwarzstorch (?%):

Im HSK besteht eine stabile Population. Der Schwarzstorch ist kreisweit verbreitet. Dass ein Schwerpunkt der Nachweise im westlichen Kreisgebiet liegt, ist wohl auf intensivere Suche dort zurückzuführen. Mit 13 Revieren 2001 (8 Brutnachweise mit 16 juv. und 5 mal Brutverdacht/ Revier) wurde der 2000 nachgewiesene Höchststand der Reviere (15 Reviere) nicht ganz erreicht.

 

Schwarzmilan:

Der langjährige, seit 2000 verwaiste Brutplatz bei Marsberg-Padberg war auch 2001 nicht besetzt. Auch andere Brutnachweise konnten nicht erbracht werden, obwohl wie im Vorjahr Nachweise aus den Monaten Mai/ Juni vorliegen.

Rotmilan (80-90%):

Im Jahr 2001 wurde die Art im gesamten HSK im Rahmen von Werkverträgen der LÖBF kartiert (Kämpfer-Lauenstein, Apffelstaedt, Schulte mündl.). Die Ergebnisse werden demnächst durch die LÖBF veröffentlicht.

Im Jahr 2000 schätzten König, Koch und Lindner den HSK-Bestand auf 80-100 BP (siehe IRRGEISTER 2/2000). Diese Einschätzung beruhte auf 76 Minutenfeldrastern mit Brutnachweis, die während der Brutvogelkartierung der OAG von 1983-1989 gefunden wurden. Ob der Rotmilanbestand im HSK - wie in vielen anderen Kreisen in NRW - zurückging oder ob die geringere Bestandsangabe aus der aktuellen LÖBF-Kartierung mit verschiedenen Erfassungsmethoden zusammenhängt, kann nicht abschließend geklärt werden.

Baumfalke: 

In der Medebacher Bucht gibt es vermutlich 2-3 BP, die aber lediglich auf Sichtbeobachtungen fliegender Baumfalken beruhen. Weitere Daten wurden nicht gemeldet.

Wanderfalke (100%): Wie in den Vorjahren bestehen 2 Reviere, Brutversuche gab es jedoch nicht, da beide Reviere wie bislang auch vom Uhu besetzt sind. In der Umgebung des Steinbruchs 1 hält sich nur noch 0,1 ad. Wanderfalke auf. An den Bruchhauser Steinen war das ganze Jahr über ein Falkenpaar anwesend.

Rebhuhn (?%): 

Für 2001 lassen sich auf Grund der wenigen Meldungen keine kreisweiten Aussagen über den Brutbestand machen.

Im Westkreis konnte 2001 wieder nur 1 BP am bekannten Ort nachgewiesen werden:

1 BP bei Arnsberg Vosswinkel (ab dem 12.8.01 wurden 1,0 ad. + 1 diesj. bis in den Oktober mehrfach beobachtet, danach keine Nachweise mehr; mit einem Verwaisen dieses Brutplatzes ist zu rechnen)

Marsberger Raum: Auf vom VNV betreuten Flächen dürften sich mind. 2 BP befinden, weitere sporadische Beobachtungen sind vorhanden.

Medebacher Bucht: Zufallsdaten lagen aus 4 Revieren nördlich Medebach-Medelon sowie       aus 1 Revier Gelängeberg bei Medebach vor. Eine Kartierung 2000 im Rahmen einer Diplomarbeit erbrachte mindestens 33 BP.

Wachtelkönig (?%): Sehr wenige Nachweise, insgesamt nur 4 Rufer, von denen 1 Ex zwischen Ende Mai und Anfang Juni und dann noch einmal am 26.6.01 verhört wurde, 1 Ex. an anderer Stelle vom 16.-28.5.; die anderen beiden wurden jeweils nur an einem Tag nachgewiesen. Auch aus anderen Teilen Deutschlands gibt es 2001 wenig Nachweise; vom Wachtelkönig sind starke jährliche Bestandsschwankungen bekannt. 

Habitate: Feuchtwiese, Weizenfeld

Flussregenpfeifer (50%): Für 2001 wurden 12-13 Brutpaare kreisweit bekannt. Alle Brutplätze befinden sich auf Sekundärhabitaten. Auf den natürlichen Flussschotterinseln der unteren Ruhr und der Schlamminsel im Ruhrstau Bigge-Olsberg (ehemalige Brutplätze) bestanden wegen starker Verkrautung (zuvor ausbleibende Überschwemmung durch zu niedrigen Wasserstand) keine Brutmöglichkeiten.

Kiebitz (95%): 4 Brutplätze/ Reviere wurden ermittelt. In 2 dieser Gebiete war eine Brut erfolglos, aus den anderen 2 Gebieten liegen keine Angaben zum Brutablauf bzw. - erfolg vor:

Ruhrtal zwischen Arnsberg-Neheim und Arnsberg-Voßwinkel am „Rolandsbogen“:

max. 3,3 balzend am 24.3., am 12.5. 2,0 „wachend“ und am 28.5. 1,1 mit mindestens 1 wenige Tage alten juv. in Sommergerste; 

1 Woche später kein Ex. mehr am Brutplatz Schmallenberg-Arpe: nur eine Beobachtung vom 6.5.: 1,1 auf einem Maisacher; Angaben zum Brutablauf  bzw. -erfolg liegen nicht vor.

Brilon-Scharfenberg:  1,1 vom 1.4 bis mindestens 17.5. in einer dreijährigen Weihnachtsbaumkultur; Angaben  zum Brutablauf bzw. -erfolg liegen auch hier nicht vor

Brilon-Egger: Das letzte verbliebene Brutpaar brütete erfolgreich. Die um den 20.5. geschlüpften  Jungen konnten aber leider bereits wenige Tage später nicht mehr beobachtet werden.

Bekassine (100 %): Es gibt 3 Beobachtungen, die definitiv späten Zug betreffen, davon 2 aus den Hooren, Hallenberg, aus dem März/ April. Die Art bleibt als Brutvogel ausgestorben.

Hohltaube (20%): Die Art wird erst seit kurzem genauer erfasst. Die wenigen Meldungen zeigen aber eine vermutlich weite Verbreitung im HSK und eine gute Bestandsentwicklung. Auch in höher gelegenen Teilen ist die Hohltaube vertreten. Kolonien von 2-9 Brutpaaren sind nachgewiesen. 1 Brutnachweis konnte in einer Naturhöhle (abgebrochener Ast, nicht Schwarzspechthöhle) erbracht werden. Insgesamt wurden 25-26 Reviere mit 5 Brutnachweisen bekannt, außerdem gibt es weitere Brutzeitbeobachtungen von 7 Ex..

Turteltaube (20%): Es wurden 51 Reviere gemeldet, wobei die Medebacher Bucht allein 36 Reviere beherbergt. Im westlichen Kreisgebiet ist der Bestand teilweise deutlich geringer geworden.

Reviere 2001:   3 Reviere Raum Neheim

                          2 Reviere Raum Sundern

                          3 Reviere Raum Meschede

                           1 Revier Raum Brilon

                           36 Reviere Medebacher Bucht

                           sowie 1 Beobachtung von 11 Ex. bei Schmallenberg-Helminghausen

Kuckuck (70%): 26 Rufer wurden gemeldet, 2 weniger als 2000. Einige der gemeldeten Rufer besaßen offensichtlich keine festen Reviere; nur 10 Rufer wurden mindestens zweimal verhört.

Weite Teile des Kreises sind nicht mehr besiedelt, die Art ist in den letzten Jahren eindeutig seltener geworden: Nur eine Meldung betrifft 2001 den Raum Arnsberg, nur 3 den Raum Sundern, nur 4 den Raum Schmallenberg-Winterberg. In der Medebacher Bucht und im Ostkreis sind Kuckucke dagegen noch häufiger anzutreffen.

Negativmeldungen:

* der gesamte Großraum Arnsberg mit Luerwald/ Ruhrtal/ Neheim-Hüsten/ Altarnsberg/ Oeventrop/ Ochsenkopf

* Großraum Sundern-Wildewiese/ Sorpesee

* Großraum Meschede

* Großraum Wenholthausen/ Eslohe

* oberes Sauerland/ Namenlosetal-Grönebach-Küstelberg-Niedersfeld

* Kahler Pön-Titmaringhausen-Düdinghausen

Schleiereule (30%):  

9 Reviere bzw. Bruten wurden bekannt, 3 davon betreffen BP im Stadtgebiet Menden (Märkischer Kreis) nahe der Kreisgrenze, 4 das Stadtgebiet Marsberg und je 1 die Stadtgebiete Arnsberg und Brilon.

Vom VNV wurden 2000/01 insgesamt 16 Nistkästen für die Schleiereule im Raum Marsberg-Brilon neu aufgehängt, daneben beläuft sich der Altbestand an VNV-Schleiereulennistkästen HSK-weit auf 25.

Steinkauz:  

Im Jahr 2001 erfolgten keine Kontrollen im HSK, nachdem im Vorjahr alle negativ waren. Kurz hinter der Grenze zum Märkischen Kreis in Menden-Bargel brütet aber immer noch ein Paar (Salzmann fide König).

Sperlingskauz:  

Die Art kann in allen großen Waldgebieten des HSK erwartet werden. Nach dem Erstnachweis 2000 durch Kämpfer-Lauenstein (s. IRRGEISTER 2/2001) wurden 2001 3 indirekte Nachweise durch jeweils intensive Kleinvogelreaktion auf immitierte Sperlingskauzrufe erbracht.

Raufußkauz:  

Auf einer Kontrollfläche von 125 km2 im Arnsberger Wald (der Großteil der Fläche liegt im Kreis Soest), die seit vielen Jahren von Lederer und Kämpfer-Lauenstein kontrolliert wird, wurden 9 rufende Männchen gefunden. In 7 dieser 9 Reviere wurden Bruten nachgewiesen. Auf der Kontrollfläche gibt es 41 Schwarzspechthöhlen und 54 Nistkästen, die für Raufußkauzbruten geeignet sind. Von den 7 Bruten fanden 2 in Schwarzspechthöhlen statt, so dass bei diesen die Anzahl der Jungen unbekannt ist. Bei den 5 Nistkastenbruten wurden 2 mal 4, 1 mal 5 und 2 mal 7 juv. beringt.

Uhu (90%):  

Es wurden zur Brutzeit 24 besetzte Reviere gefunden. Von diesen waren 16 mit Brutpaaren besetzt. Diese 16 BP brachten 19 Junge zum Ausfliegen (6 mal erfolglose Brut, 2 mal 1 flügges juv., 5 mal 2 flügge, 1 mal 3 sowie 1 mal 4 flügge juv.).

Besonderheiten: 

* Erstnachweis einer Brut mit 4 Jungen

* Am 28.9.01 fliegt morgens 1 Ex. gegen die Scheibe eines fahrenden LKW in einem Steinbruch und stirbt.

* Brutaufgabe in einem Steinbruch im Stadtgebiet Marsberg wegen Störungen durch illegales Klettern.

Wendehals (80%):  

Der Wendehals muss weiterhin im HSK als ausgestorben gelten; es gibt keine Daten aus 2001. Die intensive Suche nach der Art mittels Klangattrappe in der Medebacher Bucht blieb erfolglos.

Grünspecht: Aus dem westlichen Kreisgebiet werden 26-28 Reviere sowie 2 indirekte Brutnachweise (diesj. Ex.) gemeldet. Ein weiterer Nachweis eines diesj. Vogels stammt aus der Medebacher Bucht. Der Bestand der Art nimmt im HSK zu.

Reviere 2001: 11-12 Reviere Raum Neheim-Hüsten

                        7-8 Reviere Raum Arnsberg

                        3 Reviere Raum Meschede

                          5 Reviere Raum Sundern

Mittelspecht (80%):  

Durch die Mittelspechtkartierung der LÖBF (s. LÖBF-Mittleiungen) gibt es deutlich mehr Meldungen als in den Vorjahren.

Kleinspecht (20%):

28  gemeldete Reviere (2000: 12 Reviere) aus den Stadtgebieten Arnsberg, Meschede, Brilon, Medebach und Marsberg.

 

Eisvogel (50%):  

Es wurden 17 BP aus dem westlichen Kreisgebiet gemeldet sowie 8 Plätze als mögliche Brutvorkommen. Desweiteren wurden je 1 BP aus der Medebacher Bucht und aus Olsberg bekannt. Der tatsächliche Bestand dürfte auch in 2001 höher gewesen sein; viele Bäche wurden nicht erfasst.

Heidelerche:  

Für 2001 erbrachten die Kontrollen in der Medebacher Bucht 3 mögliche Bruten (2000: 2-3 sichere Reviere sowie  4 - 6 mögliche Reviere).

Uferschwalbe (90%):  

Wie 2000 5 Kolonien im HSK. Allerdings gab es einen starken Bestandseinbruch bei den beiden größten Kolonien; eine Ursache ist uns nicht bekannt.

Kolonie Lehmsteilwand bei Arnsberg-Bachum: 272 besetzte Röhren (2000: 549-650 BP)

Kolonie Arnsberg-Bruchhausen, Firmengelände Degussa: ca. 5 BP ( 2000: 3-4 BP)

Kolonie Arnsberg-Niedereimer: ca. 15 BP (2000: 2-3 BP)

Kolonie Arnsberg-Vosswinkel an der Kreisgrenze: 28 besetzte Röhren (2000: 57 BP)

Kolonie Bieberbach bei Arnsberg-Holzen/ Bremke (NEU): ca. 10 BP (2000: 11 BP)

Wiesenpieper (90% Medebacher Bucht):  

Rund 110 Reviere/ Brutpaare wurden 2001 bekannt, wobei die Medebacher Bucht und ein Gebiet bei Brilon sehr gut kartiert wurden. Auch aus allen anderen Teilen des HSK liegen Meldungen vor, wobei der Verbreitungsschwerpunkt der Art im Großraum Medebach-Hallenberg-Winterberg liegt. Auffällig ist aber auch dort die inselartige Verbreitung; da der Wiesenpieper extensiv bewirtschaftete, größere Grünlandkomplexe bevorzugt, deckt sich seine Verbreitung in der Medebacher Bucht in den meisten Fällen mit der des Braunkehlchens. An 4 teilweise langjährigen Brutplätzen im HSK konnten 2001 keine Wiesenpieper mehr nachgewiesen werden.

Braunkehlchen (98%):  

Bruten bis auf 3 Ausnahmen nur noch in der Medebacher Bucht, insgesamt 61 Reviere im HSK (2000: 54 Reviere) sowie 12 Reviere im dem Medebacher Raum angrenzenden Hessen (2000: 11 Reviere).  Außer in den Nuhnewiesen, wo die Art häufiger wurde, ist die höhere Anzahl der Reviere gegenüber dem Vorjahr wohl auf stärkere Beobachtungsintensität zurückzuführen.

Tendenziell werden Flächen, wo in den Vorjahren nur 1-2 Paare brüteten, mehr und mehr    aufgegeben. Es blieben eine Reihe geeigneter Bereiche unbesetzt, z. B. Namenlosetal, B 480, Ruhrquelle ... 

Schwarzkehlchen: Nach Jahren der Abstinenz zur Brutzeit in 2001 wieder 1 Brutnachweis im HSK: 1 BP mit 4 juv. bei Winterberg-Hiltfeld. Daneben 1 Revier oder Übersommerung bei Medebach-Küstelberg. Bei 3 Einzelbeobachtungen (2 bei Medebach, 1 bei Hallenberg) ist keine Revierwertung möglich.

Problematisch für die Art wirkt sich die radikale Wegrandpflege (Mahd, Entfernung von  Büschen und Hecken) aus.

Gartenrotschwanz (10%): Es wurden 6 Reviere für das Stadtgebiet Arnsberg ermittelt sowie 5 weitere Reviere für das übrige Sauerland. Kein einziges Vorkommen wurde aus Waldgebieten bekannt (2000: 11 Brutreviere und 4 Brutnachweise, desweiteren 3 mögliche Reviere).

Reviere/ Brutzeitbeobachtungen 2001: Arnsberg-Bergheim, Winterberg-Grönebach,             Marsberg-Bredelar, Brilon, NSG „Neuer Hagen“ (Niedersfeld-Winterberg),  Medebach-Berge

Ringdrossel: 

Die sauerländischen Brutvögel gehören der Unterart alpestris an (Durchzieher der Unterart torquatus). Der HSK-Brutbestand kann als klein, aber stabil gelten. Entgegen den Vorjahren, wo versucht wurde, Brutnachweise zu erbringen, wurde in 2001 im zeitigen Frühjahr (Mitte April) mit gutem Ergebnis kartiert.

Brutplatz 1: Winterberg-Altastenberg 13.4.01: 2,0 Gesang + ein weiteres Ex. (alpestris) bei Winterwetter (-2° C, wenig Schnee)

Brutplatz 2: Winterberg-Niedersfeld 13.4.01: 1,0 (torquatus = Durchzieher) auf Hochheide bei  Winterwetter (10 cm Schnee) 3.6.01: bei einer fast vierstündigen Wanderung keine Anzeichen auf Anwesenheit bemerkt

Raubwürger (75%):

2001 konnten 37 Brutreviere (Brutnachweise, wahrscheinliche und mögliche Brutpaare) im HSK nachgewiesen werden. Der relativ hohe Brutbestand der Art sowie der genaue Stand der Erfassung der letzten Jahre konnten somit fast gehalten werden. Alle Nachweise außerhalb der Kreisgrenzen wurden konsequent nicht mitgezählt.

Erfreulich ist der „Rekord“ der nachgewiesenen Jungvögel mit mindestens 38 Exemplaren. Leider ist diese Zahl trotzdem relativ wertlos, da in der Medebacher Bucht kein Jungvogel nachgewiesen werden konnte! Dieser Datenbereich ist immer stark von der Kartierungsintensität abhängig. Die Ergebnisse außerhalb der Medebacher Bucht deuten aber auf einen überdurchschnittlichen Bruterfolg des Raubwürgers hin.

Die Stadtgebiete von Medebach und Hallenberg mit diesmal „nur“ 14 Revieren werden erstmals von dem Bereich Marsberg/ Brilon übertroffen! 16 Paare brüteten 2001 rund um die Briloner Hochfläche. Die anderen Brutreviere verteilen sich auf Olsberg (3), Meschede (2), Schmallenberg (1) und Winterberg (1).

Raubwürger-Winterreviere (?%):  

Auch bezüglich der Winterreviere war der Winter 2000/01 eine gute Saison: es wurden 53 - 54 Bereiche ermittelt, in denen sich Raubwürger im Winter aufhielten (Winter 1999/2000: 41 Bereiche). Allerdings betreffen nur 6 Gebiete die Städte Schmallenberg, Winterberg, Meschede und Arnsberg; für Olsberg, Sundern, Bestwig und Eslohe konnte kein Winternachweis erbracht werden. Das Gros der Raubwürgerbereiche liegt in der Medebacher Bucht und im Raum Marsberg-Brilon. Dies deckt sich weitgehend mit der Brutverbreitung der Art im HSK.

Dohle (100%):  

Der Bestand ist ähnlich dem des Vorjahres.

Brilon: Im langjährigen Brutgebiet in der Briloner Altstadt brüteten 30-35 BP. Insbesondere während der Jungenaufzucht wird das nahe Kompostwerk intensiv zur Nahrungssuche aufgesucht. Am 10.7. 01 konnten dort 182 Ex. angetroffen werden.

Stadtgebiet Arnsberg: Im Stadtgebiet Arnsberg, wo 2000 erstmals Bruten stattfanden, brüteten auch 2001 4 Brutpaare an denselben Gebäuden wie im Vorjahr; daneben wird auch aus dem Ortsteil Neheim eine mögliche Brut gemeldet.

Kolkrabe (20%):  

2001 wurden insgesamt 8 Bruten nachgewiesen. Schwerpunkt war der Westkreis um Arnsberg. Je ein BP wurde bei Olsberg-Esshoff und im Orketal bei Medebach-Medelon nachgewiesen.

Die weiteren 7 Bruthinweise verteilen sich über mehrere Stadtgebiete. Die 19 Einzelbeobachtungen vor, während und nach der Brutzeit zeigen, dass der Kolkrabe wohl den gesamten HSK besiedelt hat.

Zippammer (90%):  

2001 wahrscheinlich 3 Paare am bekannten Brutplatz bei Brilon.

Rohrammer (80%):  

Es gibt keine signifikanten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. 20 Brutpaare bzw. Reviere verteilten sich 2001 auf 13 Brutplätze (2000: 14 Brutplätze mit 20 BP). Im mittleren Ruhrtal wurden keine Rohrammerreviere mehr festgestellt.

Grauammer:  

Seit einschließlich 1998 im HSK ausgestorben.