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Alarmierender Vogelschwund in Deutschland und Europa

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 Bundesregierung bestätigt Beobachtungen zum Rückgang der Feldvögel

 Die Bestände typischer Vögel der offenen Felder und Wiesen haben in den letzten Jahrzehnten immer schneller abgenommen. Das bestätigte nun die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen. Die immer intensivere Landwirtschaft lässt selbst den früher fast überall anzutreffenden Art keinen Raum mehr zum Leben.

Die Bestände der Uferschnepfe gingen in weniger als 25 Jahren um 61 Prozent zurück. - Foto: Frank Derer

Die Bestände der Uferschnepfe gingen in weniger als 25 Jahren um 61 Prozent zurück. - Foto: Frank Derer

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Wölfe wandern wieder durch NRW

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PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr 09/17 | 21. Februar 2017

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 NABU: Wölfe wandern wieder durch NRW 

Erster Wolfsnachweis in diesem Jahr im Kreis Minden-Lübbecke
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Düsseldorf – Wie durch das Umweltministerium heute bekannt gegeben wurde, gibt es den ersten Wolfsnachweis in NRW in diesem Jahr. Nördlich von Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke konnte am 20. Februar ein einzelner Wolf durch Fotoaufnahmen bestätigt werden. „Dass Wölfe gerade zu dieser Zeit nachgewiesen werden ist nicht verwunderlich“, erklärt Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschuss Wolf des NABU NRW. Jetzt sei wieder Hauptwanderzeit der Jungwölfe.

   

„Die Struktur und das komplexe Sozialgefüge innerhalb eines Rudels bedingen, dass ein- bis zweijährige Wölfe mit dem Eintritt in die Geschlechtsreife vom elterlichen Rudel abwandern und sich auf die Suche nach einem eigenen geeigneten Territorium beziehungsweise Partner begeben“, so Pusch weiter. Diese Wanderwölfe würden dabei durchaus lange Strecken zurücklegen. Durch das intensive Monitoring, das in Deutschland betrieben werde, sei bekannt, dass Wölfe durchaus Distanzen von bis zu 70 km pro Tag bewältigen. Pusch: „Woher nun das Individuum stammt, das für diesen aktuellen Wolfsnachweis gesorgt hat, ist - wie auch das Geschlecht des Tieres - bisher völlig unbekannt.“

 

 Der NABU rechne aber in nächster Zeit mit weiteren Nachweisen von durchziehenden Wölfen in NRW. Deswegen begrüße der NABU ausdrücklich die am 3. Februar 2017 in Kraft getretene „Förderrichtlinie Wolf“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Tierhalter erhielten nun Entschädigungen und Fördergelder, um ihre Herden zu schützen. Wie die Förderrichtlinie sich in der Praxis bewähre, müsse sich allerdings noch zeigen, so der NABU-Wolfsexperte.

   

Um den Menschen die Sorgen vor dem Rückkehrer Wolf zu nehmen und sie besser auf die zukünftige Anwesenheit von Wölfen in NRW vorzubereiten, hat der NABU das landesweite Umwelt- und Bildungsprojekt zur „Rückkehr des Wolfes nach NRW“ ins Leben gerufen. „Der NABU will so dazu beitragen, die Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung weiter zu stärken“, erklärt Katharina Stenglein, Leiterin des Bildungsprojektes zum Wolf beim NABU NRW. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung.

   

Mehr zu den aktuellen Infos rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen findet man hier: https://www.nrw-wolf.de/wolfserwartungsland-nrw/

 

Weitere Infos zum NABU NRW-Bildungsprojekt Wolf unter: https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wolfsprojekt/

 

Für Rückfragen:

Thomas Pusch, Sprecher LFA Wolf im NABU NRW, mobil: 0170 2158624 

Katharina Stenglein, Projektleiterin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ des NABU NRW, mobil: 0177 938 4936 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf 

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

 Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
 

NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf

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Der NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf

Deutschlandweite Daten sollen für besseren Schutz sorgen

Der NABU ruft ab sofort dazu auf, gesichtete Kiebitze über die Naturbeobachtungs-Webseiten Ornitho.de oder NABU-naturgucker.de zu melden. Mit der Aktion will der NABU mehr über die gefährdete Art erfahren.

Kiebitz - Foto: Frank Derer

Kiebitz - Foto: Frank Derer

03. Februar 2017 - Unter anderem soll untersucht werden, welche Lebensräume Kiebitze bevorzugen und welche Ansprüche sie an ihre Umgebung haben. Die gesammelten Daten sollen dabei helfen, ein noch besseres Schutzsystem für den Kiebitz aufzubauen. Daher ist es wichtig, aus möglichst vielen Regionen in Deutschland Daten zu erhalten.

Um die Situation für den Frühlingsboten zu verbessern, erhofft sich der NABU in diesem Jahr zweierlei Meldungen: Zum einen sollen die aus dem Winterquartier zurückkehrenden Tiere erfasst werden. Ab Februar sieht man sie oft in großen Schwärmen zu ihren Rastplätzen ziehen. Zum anderen sind insbesondere Hinweise auf brütende Kiebitze gefragt. Ab März können die Tiere bei ihren spektakulären Balzflügen beobachtet werden. Die Männchen präsentieren sich dabei sehr stimmfreudig und lassen das typische und namensgebende „Ki-witt“ erklingen. Kiebitze brüten hauptsächlich in offenen, flachen Landschaften auf Wiesen und Weiden oder auf Ackerflächen.

Die Lage der Brutplätze sollte möglichst genau und mit Angaben zur Art der Bewirtschaftung der Brutfläche gemeldet werden. Auf Grund der Auffälligkeit von brütenden Kiebitzen kann die Erfassung von öffentlich zugänglichen Wegen erfolgen. Ein Aufsuchen der Gelege auf der Fläche ist nicht notwendig.


Kiebitz - Foto: Frank Derer

Hier können Sie Ihre Kiebitz-Beobachtungen melden

Die Meldung von Kiebitzen ist möglich über:

Eine detaillierte Anleitung (PDF) finden Sie hier. Auf einer Auf einer Übersichtskarte werden die Kiebitzmeldungen von Ornitho.de sichtbar sein.

 

Die erhobenen Daten werden im Rahmen des Projektes „Sympathieträger Kiebitz“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt verwendet werden. Im Zuge des Projektes erarbeiten das Michael-Otto-Institut im NABU und das Thünen-Institut für Ländliche Räume derzeit Schutzmaßnahmen für den Kiebitz in der normalen Agrarlandschaft. Um das Potential und die Relevanz der einzelnen Schutzmaßnahmen abschätzen zu können, werden Informationen zur Habitatpräferenz des Kiebitzes sowie zur aktuellen Verteilung des Kiebitzbestandes auf die verschiedenen Anbaukulturen wie Grünland, Mais, Wintergetreide und Zuckerrübe benötigt. Die über die Naturbeobachtungs-Plattformen erfassten Daten sind wichtig, um die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen auf Populationsebene abschätzen zu können. Das Ziel ist es zu ermitteln, wo Schutzmaßnahmen für Kiebitze ansetzen sollten und wie diese optimal ausgestaltet und umgesetzt werden können.


Einst weit verbreitet, nun auf der Roten Liste

Kiebitzküken - Foto: Frank Derer

Kiebitzküken - Foto: Frank Derer

Der früher in Deutschland häufige Brutvogel steht hierzulande inzwischen weit oben auf der Roten Liste. Auch europaweit gilt er als gefährdet. Der Hauptgrund für den Rückgang liegt in der zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft. Es gibt kaum noch geeignete Brutplätze für den Kiebitz und viele seiner Gelege und Küken gehen verloren. Um den bedrohten Wiesenvogel in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren, sucht der NABU gemeinsam mit Landwirten nach Lösungen. Im Projekt „Sympathieträger Kiebitz“ im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt testen Landwirte in insgesamt neun Projektregionen mögliche Maßnahmen auf überwiegend konventionell bewirtschafteten Äckern und Wiesen.

Das Projekt wird durchgeführt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und über fünf Jahre gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie Mitteln des Umweltministeriums von Schleswig-Holstein und der Hanns R. Neumann Stiftung.

0.5 MB - NABU-Anleitung zur Kiebitzmeldung 

 
 

NABU: Viele Menschen, wenig Vögel

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PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | NR 02 | 11. JANUAR 2017

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Umwelt/Vögel 

NABU: Viele Menschen, wenig Vögel

Zwischenergebnisse zur Stunde der Wintervögel aus NRW

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Düsseldorf /Berlin– Die siebte bundesweite „Stunde der Wintervögel“ steuert auf einen neuen Teilnahmerekord zu: Bis zum heutigen Mittwoch sind allein in Nordrhein-Westfalen bereits Meldungen von mehr als 19.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunden aus knapp 13.000 Gärten beim NABU eingegangen. Noch bis zum 16. Januar können Zählergebnisse nachgemeldet werden, und auch die Eingabe der postalisch eingegangenen Meldungen steht noch aus.

 

Weniger erfreulich sind die Zählergebnisse. Wie schon im Vorfeld befürchtet, fehlt ein Teil der sonst in den Gärten zu beobachtenden Wintervögel: Statt der knapp 42 Vogelindividuen pro Garten im langjährigen Mittel wurden in diesem Jahr nur 34 Vögel pro Garten gemeldet – ein Rückgang von knapp 20 Prozent. „Damit bestätigen sich durch die systematische Bestandserfassung im Rahmen der Aktion die zahlreichen Meldungen von besorgten Bürgern, die in den vergangenen Monaten von gähnender Leere an den Futterhäuschen berichteten“, sagt Heinz Kowalski, stellvertretender Vorsitzender und Ornithologe des NABU NRW. 

   

Ein genauer Blick auf die vorläufigen Ergebnisse macht den Experten des NABU jedoch Mut: „Die extrem niedrigen Beobachtungsraten beschränken sich auf solche Vogelarten, deren Winterbestände hierzulande sehr stark vom Zuzug von Artgenossen aus dem kälteren Norden und Osten abhängen“, so Kowalski.  

 

Besonders deutlich wird dies bei allen sechs heimischen Meisenarten: Die häufigen Kohl- und Blaumeisen sind in diesem Winter in Nordrhein-Westfalen nur etwa halb so oft, die selteneren Tannen-, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeisen sogar um bis zu drei Viertel weniger gesichtet worden als im Vorjahr. Auch über die Hälfte der Kleiber und Schwanzmeisen fehlt. Die Winterbestände der Finkenarten Kernbeißer (Minus 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und Erlenzeisig (Minus 44 Prozent) sind dagegen lediglich – nach ihren Höhenflügen im vergangenen Winter – auf Normalmaß geschrumpft. „Andererseits haben wir ungewöhnlich hohe Zahlen von Arten, deren Bestände immer nur teilweise von uns nach Süden abwandern“, stellt Kowalski fest. Zu diesen Arten gehört vor allem der Star, außerdem Amsel und Singdrossel. Diese Arten sind jedoch generell im Winter in kleineren Zahlen bei uns vertreten, so dass sie das Fehlen der häufigen Wintervögel nicht ausgleichen können.


 „Der Vergleich mit Daten aus der Beobachtung des Vogelzugs im vergangenen Herbst legt nahe, dass eine besonders geringe Wanderneigung vieler Vögel die auffallend niedrigen Vogelzahlen dieses Winters plausibel erklären“, so Kowalski. Dazu passe auch, dass die Rückgänge bei Meisen und Co. im Norden und Osten Deutschlands deutlich geringer ausfallen als in Nordrhein-Westfalen. „Vermutlich aufgrund des bis zum Beginn des Zählwochenendes extrem milden Winters haben manche Wintervögel in diesem Jahr wohl auf halber Zugstrecke Halt gemacht und sind gar nicht bis NRW gekommen.“


Nicht ausgeschlossen werden kann jedoch, dass auch ein schlechter Bruterfolg bei Meisen und anderen Waldvögeln im vergangenen Frühjahr zur niedrigen Zahl an Wintervögeln in den Gärten beigetragen hat. Dies kann wiederum anhand der Ergebnisse der nächsten großen Vogelzählung überprüft werden, wenn im Mai wieder tausende Vogelfreunde im Rahmen der „Stunde der Gartenvögel“ die Brutzeitbestände der heimischen Gartenvögel erfassen. 
  

 

Die aktuellen Erhebungsdaten für Nordrhein-Westfalen sind unter www.nabu-nrw.de in Karten und Tabellen nach Vogelarten und Regionen differenziert einseh- und auswertbar. 

 

Beobachtungen können online (www.stundederwintervoegel.de) oder per Post (NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin) bis zum 16. Januar gemeldet werden. Pressefotos zum Download gibt es unter http://www.nabu.de/presse/fotos/#stundederwintervoegel.  

 

Für Rückfragen:

Heinz Kowalski, stellv. NABU-Landesvorsitzender und -Vogelexperte, Tel. 02261-43686 oder 0160 8856396

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail:
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Spreiberg Arnsberg Müschede

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 Vom Truppenübungsplatz zum Naturschutzgebiet

 Das auch als „Wicheler Heide“ bekannte Naturschutzgebiet „Spreiberg“ bei Arnsberg ist von einer vielfältigen Landschaft geprägt.

Heide- und Feldlerche, Braunkehlchen, Neuntöter sowie bedrohte Orchideenarten finden hier eine Heimat.

weiterlesen.... https://naturerbe.nabu.de/naturparadiese/nordrhein-westfalen/spreiberg/index.html 

 


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