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Erste deutsche Wolfsverordnung tritt in Kraft

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Erste deutsche Wolfsverordnung tritt in Kraft

NABU begrüßt Konkretisierung des Wolfsmanagements, kritisiert jedoch essentielle Mängel

Die Wolfsverordnung konkretisiert den Wolfsmanagementplan: Sie regelt den Umgang mit auffälligen Wölfen und Wolf-Hund-Mischlingen – außerdem wird der Herdenschutz endlich definiert.

Die erste Wolfsverordnung tritt in Brandenburg in Kraft - Foto: Christoph Bosch

Die erste Wolfsverordnung tritt in Brandenburg in Kraft - Foto: Christoph Bosch

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Keine Angst vor Schlangen!

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Keine Angst vor Schlangen!

Es gibt weltweit ungefähr 3.000 Schlangenarten. Alle Tiere stammen von echsenartigen Vorfahren ab. Im Vergleich zu ihren Ahnen haben sie einen stark verlängerten Körper, ihre Extremitäten sind stark zurückgebildet.

Schlangen spielen in unserer Kulturgeschichte und in der Mythologie eine wichtige Rolle. Alte Geschichten über die gefährlichen Giftzähne (die nur einige Arten besitzen) und Unwissenheit über ihr Vorkommen und Verhalten sorgen vielfach für einen schlechten Ruf. Dabei gilt: Niemand muss in Deutschland Angst haben, wenn er auf eine Schlange trifft: Von den bei uns lebenden Arten sind nur zwei giftig, und selbst ihr Biss ist für den Menschen relativ harmlos. Keine Dieser Arten kommt im HSK vor! Außerdem werden die Tiere die Flucht vor dem Menschen ergreifen, solange man ihnen die Gelegenheit dazu lässt.

Sechs Schlangenarten gibt es hierzulande. Nur zwei von ihnen sind durch ihre flächenhafte Verbreitung namentlich jedem bekannt: die Ringelnatter und die Kreuzotter.

Ringelnatter: (ist im HSK heimisch) kräftige, ans Wasser gebundene Natter, max. 1,5 Meter lang (Weibchen; Männchen sind kürzer), graue Grundfärbung, am Hinterkopf typische gelbe, halbmondförmige Flecken; weit verbreitet und gebietsweise noch häufig; lebt bevorzugt in Gewässernähe, auch in lichten Wäldern, in Mooren und Gärten; schwimmt und taucht gut, jagt Amphibien und Fische, seltener Eidechsen und Mäuse; geschützt und gefährdet.

Glatt- oder Schlingnatter: (ist im HSK heimisch) durch runde Pupillen und glatte, ungekielte Schuppen von der kräftigeren Kreuzotter unterschieden, max. 70 cm lang, Grundfarbe grau, braun oder rötlich, Hinterkopf, Hals und Rücken sind dunkel gemustert; in Deutschland vor allem im warmen Süden und Südwesten, nach Norden zu immer seltener; bewohnt Heiden, warme Waldränder, Auwälder und Weinberge; Nahrung vor allem Eidechsen und Mäuse, die sie umschlingt und erwürgt; geschützt und stark gefährdet.

Würfelnatter: echte Wassernatter, max. 90 cm lang, grau mit dunklen würfelförmigen Flecken auf dem Rücken, Nasenlöcher und Augen nach oben gerichtet; lebt kleinräumig nur an Mosel, Lahn und Nahe; bewohnt hier die vegetationsreiche Uferzone; fängt Fische, Frösche und Kaulquappen unter Wasser; geschützt und vom Aussterben bedroht.

Äskulapnatter: größte Schlange Mitteleuropas, etwa 1,60 m (im Süden bis 2 m) lang, erwachsene Tiere einfarbig hell- bis dunkelbraun, glatt geschuppt; in Deutschland nur noch im Donautal bei Passau, an der Salzach bei Burghausen, in Rheingau-Taunus und im Odenwald; sonnige Hänge, Flussufer, lichte Laubwälder und Steinbrüche der Mittelgebirge; ernährt sich von Kleinsäugern und jungen Vögeln; geschützt und vom Aussterben bedroht.

Kreuzotter: Giftschlange, (seit ca. 100 Jahren im HSK kein Nachweis) max. 90 cm lang, grauer oder brauner Rücken mit typischem dunklen Zickzackband, selten einfarbig schwarz oder rotbraun, senkrechte Pupillen; in Deutschland weit verbreitet, doch meist selten; bewohnt Moore, Heiden, Waldlichtungen und -ränder, Bahndämme etc.; die Beutetiere – Mäuse, Reptilien, Frösche, Jungvögel – werden mit einem Giftbiss getötet; Biss für Menschen selten tödlich; geschützt und stark gefährdet.

Aspisviper: Giftschlange, max. 80 cm lang, Rücken mit dunklen, versetzt angeordneten Rechtecken gefleckt, der breite, dreieckige Kopf mit aufgeworfener Schnauze; in Deutschland auf den südlichen Schwarzwald beschränkt; bewohnt trockene und buschreiche Lebensräume der Mittelgebirge, wo sie sich von kleinen Nagetieren, Eidechsen und Jungvögeln ernährt; Biss für Menschen selten tödlich; geschützt und vom Aussterben bedroht.
 

Nisthilfen sind beliebte Winterquartiere

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             Nisthilfen sind beliebte Winterquartiere

NABU empfiehlt Reinigung auf nächstes Frühjahr zu

verschieben.

Natürliche Winterquartiere im Garten dulden

 

Der NABU bittet Gartenbesitzer, jetzt keine Nistkästen mehr zu säubern und natürliche Winter- 

quartiere im Garten von Aufräumarbeiten zu verschonen. Wer die Nistkastenreinigung bisher

verpasst habe, sollte nun besser bis zum nächsten Frühjahr warten.  

Holznistkasten - Foto: Helge May

Holznistkasten - Foto: Helge May

16. November 2012 - Der Nutzen der alten Nester sei derzeit größer, als ein etwaiger Schaden durch Übertragung von Parasiten. „Problemlos können jetzt aber noch Nistkästen aufgehängt werden, um der heimischen Tierwelt bei der Überwinterung zu helfen“, so Bernd Jellinghaus, Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie und Vogelschutz im NABU NRW. Neben Blaumeise und Co suchten viele Arten im Winter Schutz in künstlichen Nisthilfen.


Sobald der Herbst komme, richteten sich nämlich viele Kleintiere, darunter nützliche und bedrohte Arten, für das Winterhalbjahr in Vogelnistkästen ein. Dazu zählen Ohrwürmer, Florfliegen, Wespen- und Hummelköniginnen und Säugetiere wie verschiedene Mäusearten und Fledermäuse. Manchem Vogel könne die Nisthilfe im Winter sogar das Leben retten. „Vögel haben eine höhere Körpertemperatur als Säuger. Sie liegt zwischen 39 und 42 Grad. Um diese vergleichsweise hohe Temperatur zu halten, verbrennen die Vögel viel Körperfett. Dadurch verlieren sie Gewicht und sind oft geschwächt. Eine kalte Nacht auf einem schutzlosen Zweig kann ihnen da zum Verhängnis werden“, erklärt Jellinghaus. Der Spatz baue deshalb regelrechte Winternester, in die er sich bei Frost einkuschelt. Von Zaunkönigen wisse man, dass sie sich im Winter gegenseitig in Nistkästen wärmen.

        Rittersporn 'Frühschein'                    Haselmäuse schlafen im Vogelnistkasten - Foto: Herbert Buchholz 

Ob Meisen, Rotschwänze und Stare oder auch Eichhörnchen und Schmetterlinge - selbst die wetter-beständigsten Outdoor-Profis schätzen eine warme Schlafstube. „Wer also noch einen Nistkasten im Keller hat, sollte ihn jetzt aufhängen“, so der NABU-Vogelexperte. Der Kasten sollte dazu in zwei bis drei Meter Höhe aufgehängt werden. Eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten sei ideal, so vermeide man zu starke Sonnenbestrahlung während der nächsten Brutzeit. Zudem sollte das Einflugloch nicht zur Wetterseite zeigen. Zur Befestigung an Bäumen eignen sich rostfreie Alu-Nägel oder feste Drahtbügel, die den Baum nicht schädigen. Besonders wichtig: Damit Katzen und Marder nicht zugreifen können, sollten möglichst unzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäuschen gewählt werden.

Gartenbesitzer bittet der NABU zudem wenigstens in einigen Ecken ihres Gartens natürliche Winter-quartiere von den Aufräumarbeiten zu verschonen. Die hohlen Blütenstängel der Staudenpflanzen seien ein ideales Überwinterungsquartier für zahlreiche Insekten, darunter winzig kleine Wildbienen, Ohrwürmer und andere Tiere. So haben hier überwinternden Kleintiere auch ohne künstliche Nisthilfen eine Chance, die kalten Monate zu überleben. Dies käme nicht nur den Überwinterungsgästen und Brutvögeln im nächsten Jahr zugute, sondern auch den Gartenfreunden selbst: Ohrwürmer beispielsweise regulieren in ihrem Jagdrevier den Bestand der Schadinsekten und Wildbienen spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen.

Für Rückfragen:
Bernd Jellinghaus, Sprecher LFA Ornithologie und Vogelschutz im NABU NRW, mobil: 0175/ 45 31 628

 

EU-Agrarpolitik versagt bei eigenen Zielen

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EU-Agrarpolitik versagt bei eigenen Zielen

 

Subventionen schaffen Abhängigkeit bei Landwirten, Artenschwund wird nicht gestoppt

 

Der mit rund 60 Milliarden Euro im Jahr größte Posten des EU-Haushalts, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), ist ineffizient und überwiegend umweltschädlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue internationale Studie, die am 21. November 2017 in Brüssel vorgestellt wurde. mehr

      
 

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Bis zu 146.000 illegal getötete Vögel jedes Jahr in Deutschland

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Bis zu 146.000 illegal getötete Vögel jedes Jahr in Deutschland

BirdLife-Studie offenbart Ausmaß von Vogelverfolgung in Europa

Nicht nur im Mittelmeerraum und Nordafrika ist die Vogeltötung ein Problem. Auch hierzulande werden viele Vogelarten verfolgt. Besorgniserregend sind die bis zu 12.000 getöteten Greifvögel und Eulen jedes Jahr.

Junger Habicht - Foto: Michael Rüttiger

Bei Wilderern im Visier: Greifvögel wie der Habicht werden zum teil systematisch verfolgt. - Foto: Michael Rüttiger

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