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VNV - Arbeitseinsätze 2017

Liebe aktive Naturschützer im Sauerland und solche, die es werden wollen.

Wie alljährlich laufen nun wieder die Arbeitseinsätze  im "VNV".


Kopfweidenschneiden im Winter 2008/2009 bei Marsberg-Leitmar

Wir freuen uns über jeden, der bei einem der Einsätze in unseren Schutzgebieten mitmacht!

Arbeitseinsätze 2017

 

des Vereins für Natur- und Vogelschutz im HSK (VNV)

Die Arbeitseinsätze im HSK machen Spaß, sind Sport und vor allem: Sie erhalten wertvolle Lebensräume und sichern das Überleben vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Jeder, der aktiv sein möchte für den Schutz der Natur, ist willkommen. Sie beginnen um 9.00 Uhr und dauern bis in den frühen Nachmittag.

Bitte mitbringen: Brot für die Mittagspause, ggf. Mineralwasser, ggf. Arbeitshandschuhe. Für Frühstücksbier und Kuchen ist gesorgt. 

Für Mitfahrgelegenheiten und den genauen Ort/Treffpunkt bitte bei den Projektleitern anrufen, die gerne eine Fahrmöglichkeit mit einem örtlichen VNV-Aktiven vermitteln.

Da es kurzfristig zu Änderungen von Einsätzen gegenüber dieser Liste kommen kann, empfiehlt es sich immer, den Leiter vorher anzurufen!

 

18.11.2017: NSG Wulsenberg bei Marsberg – Entfernen von Stockausschlag auf einem

  Halbtrockenrasen (Leiter: Johannes Schröder, 02991/1599) 

  

2.12.2017: NSG Hemmeker Bruch/Prinzknapp bei Brilon-Madfeld – von  Stockausschlag auf einer Feuchtwiese (Leiter: Franz-Josef Stein, 02991-1281)

 

16.12.2017: NSG Dahlberg bei Marsberg-Westheim – Entkusseln eines Halbtrockenrasens  (Leiter: Johannes Schröder, 02991/1599)

 

30.12.2017: NSG Braunshauser Heide bei Hallenberg-Braunshausen – Entkusseln einer Heide                          (Leiter: Franz-Josef Stein, 02991-1281)    

 

 Auf viele Teilnehmer freut sich der VNV-Vorstand!


 

Kahlschlag Kirchhagen

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Kahlschlag auf Landesfläche - „Verkehrsicherung“ bei Eslohe

 

Am Kirchhagen, auch als Wenner Stich bekannt, westlich von Haus Wenne an der Bundesstraße 55 bzw. südöstlich von Eslohe, wurde an der Ostgrenze des dortigen Buchenwaldes im Oktober ein Kahlschlag durch das Land NRW bzw. einen Förster des Landes durchgeführt. Bei der Fläche handelt es sich um das ehemalige NSG „Altholzbestand Kirchhagen“ mit einer mindestens seit den 1960er Jahren besetzten Graureiherkolonie. Es ist die älteste bestehende Graureiherkolonie im Sauerland. Im Waldstück brütet außerdem regelmäßig ein Rotmilanpaar, in einigen Vorjahren brütete auch ein Schwarzmilanpaar. Die Fläche wurde 2006 vom Land NRW dem Vorbesitzer abgekauft. Ankaufgrund war der Artenschutz, wie  ein Mitarbeiter des LANUV erzählte.

   

In der Westfalenpost-Regionalausgabe wurde der Kahlschlag mit der Verkehrssicherungspflicht begründet und der Leser auf eine einseitige Fahrbandsperrung wegen der Baumfällungen unter Einsatz schwerer Maschinen hingewiesen – Bäume wurden teils sofort mit Forsthäcksler geschreddert.

 

Natürlich sieht auch der VNV die generelle Notwendigkeit, dass die Verkehrssicherheit entlang von Straßen und Wegen gewährleistet sein muss – ganz abgesehen von der Haftungspflicht des Eigentümers bei eventuellen Unfällen. Warum also nun die Aufregung?

 

Auf einer Breite von 10 bis 30 m wurde im Oktober ein Kahlschlag durchgeführt. Dabei wurden alle Gehölze, gleich welcher Größe, umgesägt. An der Bundesstraße ist ein Streifen von mindestens 20 m kahl geschlagen worden, wobei in Teilbereichen bis zu 30 m gerodet wurden.

 

Besonders skandalös ist das Vorgehen am Nordostrand der Landesfläche. Dort ist die Grenze ein Forstweg südwestlich der Straßenparzelle, wo ebenfalls ein 10 m breiter Streifen komplett kahl gehauen wurde, obwohl dieser Weg noch nicht einmal von Fußgängern genutzt wird. Das Argument der Verkehrssicherung gilt hier also in keiner Weise.

 

 Im Biotopkataster des LANUV findet man die Fläche noch als Naturschutzgebiet (NSG) „Altholzbestand Kirchhagen“. Dort ist u.a. aufgeführt: „Nicht zuletzt die hohe historische Wald-Kontinuität, die durch das Vorkommen von Arten wie Einbeere, Waldmeister, Vielblütige Weißwurz und Hexenkraut belegt ist, und die langjährige Graureiherkolonie sind wertbestimmende Merkmale für das NSG.“ Das Biotopkataster des Landes NRW fordert fürs Gebiet „naturnahe Waldbewirtschaftung“ und „kein Kahlschlag“.  

 

 Die Fläche wurde wegen der Graureiherkolonie schon in den 1970er Jahren als NSG ausgewiesen. Im Entwurf des Landschaftsplanes Eslohe war die Fläche dann als NSG „Graureiherkolonie Altholzbestand Kirchhagen“ enthalten.

 

Als es 2007 zur Beratung im Landschaftsbeirat über den Landschaftsplan Eslohe kam, fehlte das geplante NSG auf einmal. Daraufhin kam es zu einer Diskussion im Landschaftsbeirat über die Streichung des genannten geplanten NSG. In der Diskussion wurden seitens der Unteren Landschaftsbehörde (ULB) drei Gründe zur Streichung genannt. Zum einen sei der Brutbestand des Graureihers in der Kolonie zurückgegangen, der Gesamtbestand im HSK dagegen habe zugenommen. Ferner wies Herr Senn, damaliger Leiter der ULB, auf die Verkehrssicherungspflicht hin. Er befürchte, dass damit immense Kosten auf den Kreis zukommen könnten, um sicherzustellen, dass der Verkehr auf der B55 nicht durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste gefährdet werde. Nach einer Abstimmung zum Kirchhagen empfahl der Landschaftsbeirat dem Kreis, ein NSG „Graureiherkolonie Altholzbestand Kirchhagen“ auszuweisen. Leider folgte der Kreistag 2008 beim Beschluss des Landschaftsplans Eslohe nicht dieser Empfehlung des Landschaftsbeirats; er wies kein NSG Kirchhagen aus. Grund dürfte die schon angesprochene Verkehrssicherungspflicht gewesen sein.

 

Bei der beschriebenen Komplettrodung eines wertvollen Waldstreifens hat das Land NRW jedes Augenmaß verloren und mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die großen Altbuchen in Fallentfernung der B55, welche eine potentielle Gefährdung darstellen könnten, hatte schon der Vorbesitzer entfernt. Nun standen nur noch jüngere Laubbäume und Büsche entlang der Straße. Diese waren vital und nicht umsturzgefährdet. Die meisten der entfernten Gehölze konnten, selbst wenn sie bei Sturm umgefallen wären, nicht auf die B55 fallen.

 

Wenn überall in NRW eine solche Art Verkehrssicherung durchgeführt würde, müssten Tausende Hektar Wald und Büsche umgesägt werden. Dabei handelt es sich hier um eine Landesfläche, das Land hätte also eine Vorbildfunktion hinsichtlich Verkehrssicherungsmaßnahmen. Im Flächen-Kataster steht als Eigentümer sinnigerweise das Land NRW, vertreten durch das Umweltministerium. Anstatt das Umweltministerium seine Vorbildfunktion wahrnimmt, wird hier ein negatives Beispiel gesetzt.

 

 Der VNV hat das Umweltministerium wegen des Vorfalls angeschrieben und um Stellungnahme gebeten.

 


   
 
 

Nisthilfen für Gänsesäger

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VNV installiert Gänsesägernisthilfen an der Ruhr

Mai 2012 konnte auf der renaturierten Ruhr im Stadtgebiet von Arnsberg/Neheim-Hüsten der erste Brutnachweis des Gänsesägers für den Hochsauerlandkreis nachgewiesen werden.

Bei diesem Brutnachweis handelt  Im es sich erst um den dritten für Nordrhein-Westfalen.

Die ersten Bruten fanden 1993 am Rhein bei Meerbusch im Kreis Neuss, sowie 2011 an der Lippe bei Schermbeck im Kreis Wesel statt.

Die Brut an der Ruhr bei Neheim-Hüsten wurde wohl in einer Schwemmgutinsel in der Ruhr angelegt. Alle 10 Jungvögel dieser Brut wurden flügge. Gänsesägerbruten werden normalerweise in Höhlen aller Art in Gewässernähe getätigt.

Auch in 2013 konnten Gänsesäger während der Brutzeit an der Ruhr bei Neheim-Hüsten beobachtet werden. Eine Brut konnte nicht bestätigt werden.

Über die Stadt Arnsberg konnten 8 Großhöhlen nach entsprechenden Angaben angefertigt werden.

Ende Februar und Anfang März diesen Jahres konnten von Vereinsmitgliedern die jetzt fertiggestellten Bruthöhlen angebracht werden. Um einen größstmöglichen Schutz vor Zerstörung und Beutegreifern zu erreichen, brachten wir die meisten Nisthilfen auf Ruhrinseln an Bäumen an.

 Der Verein für Natur- und Vogelschutz kann jetzt nur hoffen, dass die mit großem Aufwand installierten Bruthilfen in den nächsten Jahren von den Sägern angenommen werden.

 Martin Lindner & Bernhard Koch

 

 

Forstarbeiten

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Seit einiger Zeit können wir in der Landschaft wegen der hohen Holznachfrage das massive Einschlagen von Altbuchen beobachten. Dabei werden auch regelmäßig Höhlenbäume oder Horstbäume gefällt, undTotholz entfernt.
In unserem Hauptmenü "Bilder"
haben wir nun unter dem Titel Forstarbeiten eine Bildergalerie eingerichtet, wo solche Beispiele veröffentlicht sind.

Denn Bilder sagen oft bekanntlich mehr als Worte.......
 

Aktion "Schwalbenfreundliches Haus"

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Pressemitteilung des

 

"Vereins für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis e.V." (VNV)

Aktion "Schwalbenfreundliches Haus

 

Verein für Natur- und Vogelschutz zeichnet Schwalbenfreunde aus

Bald machen sie sich wieder auf den Weg in ihre Überwinterungsgebiete in Zentralafrika, nachdem sie den Sommer über bei uns verbracht haben: die Schwalben. Gebrütet haben die Rauch- und Mehlschwalben an Gebäuden, die Rauchschwalben v.a. in Ställen, die Mehlschwalben dagegen außen an Hauswänden von Wohnhäusern.

Allerdings sind die Bestände der kleinen Sommergäste in den letzten Jahrzehnten in Mitteleuropa und auch im Sauerland stark zurückgegangen. Eine der Ursachen ist der fortschreitende Verlust von Nistmöglichkeiten. Während früher in jedem Kuhstall Platz für mehrere Rauchschwalbenpaare war, sind heute viele Viehställe verschlossen – sofern es sie überhaupt noch gibt. Nicht asphaltierte Feldwege und Hofeinfahrten, ideale Orte für die Schwalben, um feuchten Lehm für den Nestbau zu sammeln, sind heute eine Seltenheit.

Mehlschwalbennester fallen aber auch den teilweise überzogenen Hygienevorstellungen einiger Hausbesitzer zu Opfer: Nester werden illegal von der Hauswand entfernt oder die Vögel werden beim Nestbau gezielt gestört. Die an Hausfassaden nistenden Mehlschwalben wie auch die in Ställen, Carports oder Schuppen nistenden Rauchschwalben sind aus all diesen Gründen hierzulande in ihren Beständen gefährdet.

 

Dabei gibt es für das Problem der verschmutzten Hauswände eine ganz simple Lösung. Ein einfaches Brettchen, das unterhalb des Nestes angeschraubt wird, fängt den Schwalbendreck auf. Das Sauberkeitsempfinden der Besitzer, Gäste und Nachbarn ist also keine Ausrede mehr. Im Gegenteil: Umfragen in Tourismusregionen haben gezeigt, dass Urlauber das Vorkommen der wendigen Flugkünstler begrüßen und so genannte Vergrämungsmaßnahmen wie Drähte, Seile oder Flatterbänder dagegen als abstoßend empfinden.

Gott sei Dank gibt es viele Menschen, die sich über das Glück freuen, das die Schwalben sprichwörtlich an ihre Häuser bringen. Um dies zu würdigen und um der Verbreitung der Schwalben durch die Bereitstellung von oben genannten Nistplätzen zu helfen, zeichnet der "Verein für Natur- und Vogelschutz im HSK e.V." (VNV) als lokaler Partner des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) solche Hausbesitzer mit der Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" und einer Urkunde aus, wo Schwalben ihre Nester gebaut haben. "Diese landesweite NABU-Kampagne fand schon im vergangenen Jahr in der Bevölkerung großen Anklang", so Harald Legge, aktives VNV-Mitglied aus Marsberg.

Darum freut er sich, in diesem Jahr im Hochsauerlandkreis insgesamt über 50 Schwalbenplaketten unter die Hausbesitzer zu bringen. Und zwar verteilt über das ganze Kreisgebiet. Obwohl die beiden Schwalbenarten flächendeckend im Sauerland vorkommen und in allen Städten und Gemeinden Einwohner mit Schwalbenplaketten bedacht werden, verteilen sich die ausgezeichneten Schwalbenfreunde vor allem auf die Gebiete Eslohe und Meschede. Allein in Eslohe-Wenholthausen erhalten sechs Hausbesitzer die Plakette.

Die Naturschützer des VNV hoffen, dass auch in Zukunft die Schwalben an und in unseren Wohn- und Wirtschaftsgebäuden Nistmöglichkeiten finden, damit sich die Menschen weiterhin an den flatternden Insektenjägern erfreuen können.  

 

 


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