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NABU: Viele Menschen, wenig Vögel

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PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | NR 02 | 11. JANUAR 2017

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Umwelt/Vögel 

NABU: Viele Menschen, wenig Vögel

Zwischenergebnisse zur Stunde der Wintervögel aus NRW

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Düsseldorf /Berlin– Die siebte bundesweite „Stunde der Wintervögel“ steuert auf einen neuen Teilnahmerekord zu: Bis zum heutigen Mittwoch sind allein in Nordrhein-Westfalen bereits Meldungen von mehr als 19.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunden aus knapp 13.000 Gärten beim NABU eingegangen. Noch bis zum 16. Januar können Zählergebnisse nachgemeldet werden, und auch die Eingabe der postalisch eingegangenen Meldungen steht noch aus.

 

Weniger erfreulich sind die Zählergebnisse. Wie schon im Vorfeld befürchtet, fehlt ein Teil der sonst in den Gärten zu beobachtenden Wintervögel: Statt der knapp 42 Vogelindividuen pro Garten im langjährigen Mittel wurden in diesem Jahr nur 34 Vögel pro Garten gemeldet – ein Rückgang von knapp 20 Prozent. „Damit bestätigen sich durch die systematische Bestandserfassung im Rahmen der Aktion die zahlreichen Meldungen von besorgten Bürgern, die in den vergangenen Monaten von gähnender Leere an den Futterhäuschen berichteten“, sagt Heinz Kowalski, stellvertretender Vorsitzender und Ornithologe des NABU NRW. 

   

Ein genauer Blick auf die vorläufigen Ergebnisse macht den Experten des NABU jedoch Mut: „Die extrem niedrigen Beobachtungsraten beschränken sich auf solche Vogelarten, deren Winterbestände hierzulande sehr stark vom Zuzug von Artgenossen aus dem kälteren Norden und Osten abhängen“, so Kowalski.  

 

Besonders deutlich wird dies bei allen sechs heimischen Meisenarten: Die häufigen Kohl- und Blaumeisen sind in diesem Winter in Nordrhein-Westfalen nur etwa halb so oft, die selteneren Tannen-, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeisen sogar um bis zu drei Viertel weniger gesichtet worden als im Vorjahr. Auch über die Hälfte der Kleiber und Schwanzmeisen fehlt. Die Winterbestände der Finkenarten Kernbeißer (Minus 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und Erlenzeisig (Minus 44 Prozent) sind dagegen lediglich – nach ihren Höhenflügen im vergangenen Winter – auf Normalmaß geschrumpft. „Andererseits haben wir ungewöhnlich hohe Zahlen von Arten, deren Bestände immer nur teilweise von uns nach Süden abwandern“, stellt Kowalski fest. Zu diesen Arten gehört vor allem der Star, außerdem Amsel und Singdrossel. Diese Arten sind jedoch generell im Winter in kleineren Zahlen bei uns vertreten, so dass sie das Fehlen der häufigen Wintervögel nicht ausgleichen können.


 „Der Vergleich mit Daten aus der Beobachtung des Vogelzugs im vergangenen Herbst legt nahe, dass eine besonders geringe Wanderneigung vieler Vögel die auffallend niedrigen Vogelzahlen dieses Winters plausibel erklären“, so Kowalski. Dazu passe auch, dass die Rückgänge bei Meisen und Co. im Norden und Osten Deutschlands deutlich geringer ausfallen als in Nordrhein-Westfalen. „Vermutlich aufgrund des bis zum Beginn des Zählwochenendes extrem milden Winters haben manche Wintervögel in diesem Jahr wohl auf halber Zugstrecke Halt gemacht und sind gar nicht bis NRW gekommen.“


Nicht ausgeschlossen werden kann jedoch, dass auch ein schlechter Bruterfolg bei Meisen und anderen Waldvögeln im vergangenen Frühjahr zur niedrigen Zahl an Wintervögeln in den Gärten beigetragen hat. Dies kann wiederum anhand der Ergebnisse der nächsten großen Vogelzählung überprüft werden, wenn im Mai wieder tausende Vogelfreunde im Rahmen der „Stunde der Gartenvögel“ die Brutzeitbestände der heimischen Gartenvögel erfassen. 
  

 

Die aktuellen Erhebungsdaten für Nordrhein-Westfalen sind unter www.nabu-nrw.de in Karten und Tabellen nach Vogelarten und Regionen differenziert einseh- und auswertbar. 

 

Beobachtungen können online (www.stundederwintervoegel.de) oder per Post (NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin) bis zum 16. Januar gemeldet werden. Pressefotos zum Download gibt es unter http://www.nabu.de/presse/fotos/#stundederwintervoegel.  

 

Für Rückfragen:

Heinz Kowalski, stellv. NABU-Landesvorsitzender und -Vogelexperte, Tel. 02261-43686 oder 0160 8856396

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf
Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)
Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  

 

Spreiberg Arnsberg Müschede

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 Vom Truppenübungsplatz zum Naturschutzgebiet

 Das auch als „Wicheler Heide“ bekannte Naturschutzgebiet „Spreiberg“ bei Arnsberg ist von einer vielfältigen Landschaft geprägt.

Heide- und Feldlerche, Braunkehlchen, Neuntöter sowie bedrohte Orchideenarten finden hier eine Heimat.

weiterlesen.... https://naturerbe.nabu.de/naturparadiese/nordrhein-westfalen/spreiberg/index.html 

https://de.wikipedia.org/wiki/Naturschutzgebiet_Spreiberg

 

Kahlschlag Kirchhagen bei Eslohe

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Am 12. November 2014 wurde hier über den „Kahlschlag Kirchhagen“ berichtet

  (siehe weiter unten auf dieser Seite).

 Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW hatte im Oktober 2016 an der Bundesstraße 55 bzw. südöstlich von Eslohe am Kirchhagen einen Total-Kahlschlag durchgeführt. Der VNV hatte das Umweltministerium wegen des Vorfalls angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Mit Schreiben vom 27. Mai 2016, beim VNV eingegangen am 7. Juni 2016, antwortete Herr Kaiser vom Umweltministerium im Auftrag des Ministers Johannes Remmel.

   Das Umweltministerium schrieb u.a.:

 „Der von Ihnen angesprochene Fall wurde von mir mit der Abteilung des Landesbetriebes, die den Staatswald bewirtschaftet, in einem gesonderten Termin zu den im Landeseigentum stehenden Flächen erörtert und die Vorgehensweise gerade der von Ihnen kritisierten Maßnahme als Übermaß charakterisiert und um Beachtung in künftigen Fällen gebeten.

 Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW wurde angewiesen, die Verkehrssicherung auf Waldflächen sensibel durchzuführen und auch im Wege der Beratung von Dritten darauf zu achten, dass nur im notwendigen Umfang in die Bestände eingegriffen wird. Dies wurde insbesondere für naturschutzfachlich bedeutende Flächen besprochen und die dort möglicherweise notwendigen Zusatzprüfungen (Artenschutz/FFH) behandelt. 

 Im konkreten Fall lag nach Ansicht des MKULNV keine Veranlassung vor, den Bestand in der vorgefundenen Form zu behandeln.

 Ich gehe davon aus, dass die Termine mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW auf landeseigenen Flächen und in Beratung von Waldbesitzern zukünftig zu einer angemessenen Handhabung der Verkehrsicherung führen werden.

 Für Ihren engagierten Brief und ihr Problembewusstsein in der Sache möchte ich mich bedanken.“  

 

Das Umweltministerium stimmt also dem VNV zu! 

Peinlich nur dass unser  Umweltministerium für die Antwort mehr als ein Jahr brauchte. Es ist zu hoffen dass die Anweisung des Umweltministeriums “...die Verkehrssicherung auf Waldflächen sensibel durchzuführen...” vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW beachtet wird.   

 

Livecam Uhubrutplatz

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Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.

November  2016  

Liebe Uhufreundinnen und –freunde, die Herbstbalz beginnt!

Lotte brütet, aber…


Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.

Den Link zu Kamera finden Sie unter :

http://webcam.pixtura.de/SWR_UHU/index.php 

 

Das neue Jahresprogramm

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Das Jahresprogramm der biologischen Station im HSK! 

http://www.biostation-hsk.de/images/Jahresprogramm_BS_HSK_2016.pdf

Wir freuen uns, Sie bei den Veranstaltungen begrüßen zu dürfen!

 


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