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Was wird aus dem Mäusebussard?

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Für viele Naturfreunde ist der Mäusebussard der Prototyp eines Greifvogels, der noch weit verbreitet ist. Doch neue wissenschaftliche Forschungen bescheinigen ihm bei einem weiteren Ausbau der Windenergie hierzulande leider keine besonders rosige Zukunft.

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Ausgleichsmaßnahme für den Uhu im Stadtgebiet Brilon

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Ausgleichsmaßnahme für den Uhu im Stadtgebiet Brilon unglücklich


Die Untere Umweltschutzbehörde des Hochsauerlandkreises (HSK) versucht, in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde, bei Unterschreitung der im Helgoländer-Papier festgelegten Schutzabstände für Brutplätze von Uhu und anderen Vogelarten zu Windkraftanlagen (WEA’s), den Konflikt bei Genehmigungen über Abschaltzeiten für die WEA’s zu lösen.

Im beschriebenen Fall geht es um den Windpark Windsberg mit drei Anlagen der Stadtwerke Brilon nördlich Brilon-Altenbüren. Die westliche geplante Anlage (im folgenden WEA 1) liegt nach Angaben des Planungsbüros nur 400 m bzw. nach Angaben der Bezirksregierung nur 350 m von einem langjährigem Uhubrutplatz in einem kleinen Steinbruch. Der Schutzabstand für Uhus nach dem Helgoländer-Papier sind 1000 m. 

  

Die Uhus brüten an der oberen Steinbruchkante. Der Brutplatz ist seit 1993 bekannt. Zuletzt wurde 2015 erfolgreich gebrütet. 2016 und 2017 wurde keine Brut festgestellt. Dabei zeigte sich, dass 2017 das Aktivitätszentrum nur ca. 100 m südlich des Bauplatzes von WEA 1 in einem durch Sturmschäden lückigem Altfichtenbestand mit Wurzeltellern befand. Im Hochsauerlandkreis (HSK) häuften sich in den letzten vier Jahren Störungen an Brutplätzen von Rotmilan und Schwarzstorch an geplanten Windparks. Auch beim Uhubrutplatz Windsberg könnte eine bewusste Störung vorliegen welche Bruten 2016 und 2017 verhinderte um den die Windkraftnutzung störenden Uhu los zu werden. Vereinfacht kann man sagen keine Brut gleich keine Einschränkungen bei Windkraft-Nutzung. 

 

Die ursprüngliche Genehmigung der Unteren Umweltschutzbehörde zum Bau des Windparks Windsberg aus dem Jahr 2016 enthielt als Nebenbestimmung eine ganzjährige Nachtabschaltung von WEA 1 zur Vermeidung des Kollisionsrisikos für den Uhu. Bei Abschaltzeiten verlieren die Betreiber viel Geld. Deshalb wird im HSK gleich gegen Abschaltzeiten geklagt oder aber geschickte Planungsbüros finden andere Lösungen. In diesem Fall legte ein Planungsbüro einen Antrag zur Rücknahme der Nebenbestimmung mit Abschaltzeiten vor. Es wurde beantragt statt der Abschaltzeiten eine „Vorgezogene Ausgleichsmaßnahme/CEF-Maßnahme für den Uhu, Monitoring und Risikomanagement“ durchzuführen. Der Begriff CEF (= measures to ensure the continued ecological functionality of breeding sites or resting places) stammt von der EU und ist am besten mit Vorgezogene Ausgleichsmaßnahme zu übersetzen.   

 

Bei der vorgeschlagenen CEF-Maßnahme handelt es sich um eine 2 ha große Grünlandfläche in 2 km Entfernung im NSG Brüche. Diese bisherige Intensiv-Grünlandfläche soll extensiv genutzt werden. Mahd erst ab dem 1. Juli oder Beweidung mit nur 2 Großvieheinheiten pro ha. Ferner soll eine dreireihige Hecke an einer der beiden längeren Seitenflächen angelegt werden. Dazu kommen zwei Sitzwarten mit Wildkameras. Um eine Störung am Uhubrutplatz  während der Brutzeit auszuschließen soll ferner ein Zaun hinter der Steinbruchkante zur Abwehr von Prädatoren gebaut werden. 

 

Anzumerken ist, dass es sich beim NSG Brüche um ein NSG mit Grünland, teils Feuchtgrünland, handelt. Der Landschaftsplan Briloner Hochfläche führt zum NSG Brüche aus, dass sich im NSG nur Einzelgehölze befinden und führt als Entwicklungsmaßnahme auf, dass noch vorhandene Anpflanzungen zugunsten einer extensiven Grünlandnutzung beseitigt werden sollten. Die neugepflanzte Hecke ist ein Fremdkörper im NSG und verschlechtert die Situation für die Arten welche im NSG eigentlich geschützt werden sollen.  

 

 CEF-Fläche für Uhubrutplatz mit eingezäunter Heckenanpflanzung im NSG Brüche 

 

Mittels der Wildkameras soll im Frühjahr 2017 und 2018 die Nutzung der CEF-Maßnahme (eher Ablenkfütterungsfläche) nachgewiesen werden. Dabei wird die Installation von zwei Wildkameras auch noch als Zugeständnis verkauft. Richtig ist, dass zwei Wildkameras natürlich auch die Wahrscheinlichkeit des Nachweises von Uhus erhöhen. Falls die Nutzung durch den Uhu mittels der Wildkameras nicht nachgewiesen werden kann, soll südlich des Uhubrutplatzes Windsberg mit einer gleich großen CEF-Fläche ein weiterer Versuch erfolgen. Falls die Wirksamkeit der CEF-Maßnahme nicht mittels der Wildkameras nachgewiesen werden kann, soll die WEA 1 vom 15.02 bis 15.06. eines Jahres in der Dämmerung und nachts (Uhubrutzeit) abgeschaltet werden, sofern der Uhu am Windsberg brütet. Statt einer ganzjährigen Abschaltung der WEA 1 soll also auch bei einer Nichtnutzung der CEF-Fläche die Abschaltzeit von 12 Monaten auf nur noch 4 Monate reduziert werden.

Übrigens reicht es nicht aus nur den bekannten Brutplatz am Windsberg zu kontrollieren, wie im Antrag geschrieben, und bei Nichtbesetzung die Anlage nachts laufen zu lassen. Es muss bei Nichtbesetzung des Brutplatzes Windsberg in einem Umkreis vom min. 1.000 m um den bekannten Brutplatz gesucht werden ob es nicht einen Ersatzbrutplatz gibt. Die Uhus könnten nämlich an anderer Stelle des Windsberges eine Boden- oder Baumbrut tätigen! 

 

Die Problematik von einigen CEF-Maßnahmen zeigt dieser Windpark exemplarisch auf. Die einzelnen CEF-Maßnahmen sind immer nur auf einen Brutplatz bezogen und lassen andere Tierarten bzw. Brutplätze außer  Acht. Die Uhus vom Brutplatz Windsberg werden bei diesem Windpark auch zu den beiden CEF-Flächen dieses Windparks nordöstlich (CEF-Maßnahme für Waldohreulen) und östlich (CEF-Maßnahme für Waldohreulen/Wildkatze) gelockt. In beiden Fällen müssen die Uhus durch den Windpark fliegen um diese Nahrungsflächen bzw. CEF-Flächen zu erreichen. Zudem werden auch die Uhus dreier anderer Brutplätze in den Gefahrenbereich des Windparks bzw. den des südlich angrenzenden Windparks gelockt.
 

 

Jagdflüge des Uhus gehen nach Telemetriestudien im Mittelgebirge bis zu 11,5 km vom Brutplatz weg, wobei durchschnittliche Jagdflüge beim Männchen 2,8 km und bei Weibchen 2,6 km weit gehen. Dies führt dazu, dass Uhus der südlich des Windparks gelegenen drei Brutplätze verleitet werden, genau durch den geplanten Windpark und den weiter südlich geplanten zweiten Windpark der Stadtwerke Brilon mit drei Anlagen zu fliegen, um die CEF-Fläche im NSG Brüche zu erreichen. Da die Uhus der vier Brutplätze im Gebiet nicht telemetriert werden bzw. nicht markiert sind, sagt der Nachweis eines Uhus per Wildkamera auf der Ablenkfütterungsfläche (CEF-Fläche) überhaupt nichts dazu aus, welcher Uhu fotografiert wurde. Ein Foto zeigt nur einen Uhu, aber eine Zuordnung zu einem der vier Uhu-Brutplätze im Gebiet ist ausgeschlossen. Wie soll also der Nachweis geführt werden, dass die Uhus vom Windsberg die Ablenkfütterungsfläche nutzen bzw. wie häufig sie diese Fläche nutzen?

   

Die Naturschutzverbände NABU, BUND und LNU lehnten in ihrer Stellungnahme, im Rahmen ihrer Beteiligung als Träger Öffentlicher Belange, die Änderung der Nebenbestimmungen mit ganzjähriger Nachtabschaltung von WEA 1 zur Vermeidung des Kollisionsrisikos für den Uhu ab. Die Untere Umweltschutzbehörde genehmigte den Änderungsantrag trotzdem im April 2017 genauso wie er vom Planungsbüro gestellt wurde.

Im Genehmigungsbescheid steht: 


„Als qualitativer Nachweis des Uhu's auf der genannten Maßnahmenfläche reicht eine mindestens 1-malige Beobachtung durch einen Fachgutachter oder 1-maliger Fotonachweis mit Datum- und Uhrzeitangabe aus. Ob dort erfolgreich gejagt wurde oder ob es sich um ein Individuum des betroffenen Brutpaares handelt, ist dabei unerheblich.“ Da wundert sich der Naturschützer und schüttelt den Kopf. 

 

Leider gibt es in NRW einen Leitfaden des Landes zur Windkraftnutzung der ein Vorgehen wie bei Uhubrutplatz Windsberg deckt.

Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz von den Grünen wollte in NRW die Windkraftnutzung mit der Brechstange voranbringen auf Kosten der Tierwelt.

Die Halbierung der Stimmenzahl der Grünen bei der NRW Wahl im Mai 2017 hängt auch mit der Windkraftpolitik der Grünen zusammen.

Wir kennen keinen Naturschützer der noch grün wählte.

 

Alarmierender Vogelschwund in Deutschland und Europa

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 Bundesregierung bestätigt Beobachtungen zum Rückgang der Feldvögel

 Die Bestände typischer Vögel der offenen Felder und Wiesen haben in den letzten Jahrzehnten immer schneller abgenommen. Das bestätigte nun die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen. Die immer intensivere Landwirtschaft lässt selbst den früher fast überall anzutreffenden Art keinen Raum mehr zum Leben.

Die Bestände der Uferschnepfe gingen in weniger als 25 Jahren um 61 Prozent zurück. - Foto: Frank Derer

Die Bestände der Uferschnepfe gingen in weniger als 25 Jahren um 61 Prozent zurück. - Foto: Frank Derer

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Wölfe wandern wieder durch NRW

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PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr 09/17 | 21. Februar 2017

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 NABU: Wölfe wandern wieder durch NRW 

Erster Wolfsnachweis in diesem Jahr im Kreis Minden-Lübbecke
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Düsseldorf – Wie durch das Umweltministerium heute bekannt gegeben wurde, gibt es den ersten Wolfsnachweis in NRW in diesem Jahr. Nördlich von Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke konnte am 20. Februar ein einzelner Wolf durch Fotoaufnahmen bestätigt werden. „Dass Wölfe gerade zu dieser Zeit nachgewiesen werden ist nicht verwunderlich“, erklärt Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschuss Wolf des NABU NRW. Jetzt sei wieder Hauptwanderzeit der Jungwölfe.

   

„Die Struktur und das komplexe Sozialgefüge innerhalb eines Rudels bedingen, dass ein- bis zweijährige Wölfe mit dem Eintritt in die Geschlechtsreife vom elterlichen Rudel abwandern und sich auf die Suche nach einem eigenen geeigneten Territorium beziehungsweise Partner begeben“, so Pusch weiter. Diese Wanderwölfe würden dabei durchaus lange Strecken zurücklegen. Durch das intensive Monitoring, das in Deutschland betrieben werde, sei bekannt, dass Wölfe durchaus Distanzen von bis zu 70 km pro Tag bewältigen. Pusch: „Woher nun das Individuum stammt, das für diesen aktuellen Wolfsnachweis gesorgt hat, ist - wie auch das Geschlecht des Tieres - bisher völlig unbekannt.“

 

 Der NABU rechne aber in nächster Zeit mit weiteren Nachweisen von durchziehenden Wölfen in NRW. Deswegen begrüße der NABU ausdrücklich die am 3. Februar 2017 in Kraft getretene „Förderrichtlinie Wolf“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Tierhalter erhielten nun Entschädigungen und Fördergelder, um ihre Herden zu schützen. Wie die Förderrichtlinie sich in der Praxis bewähre, müsse sich allerdings noch zeigen, so der NABU-Wolfsexperte.

   

Um den Menschen die Sorgen vor dem Rückkehrer Wolf zu nehmen und sie besser auf die zukünftige Anwesenheit von Wölfen in NRW vorzubereiten, hat der NABU das landesweite Umwelt- und Bildungsprojekt zur „Rückkehr des Wolfes nach NRW“ ins Leben gerufen. „Der NABU will so dazu beitragen, die Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung weiter zu stärken“, erklärt Katharina Stenglein, Leiterin des Bildungsprojektes zum Wolf beim NABU NRW. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung.

   

Mehr zu den aktuellen Infos rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen findet man hier: https://www.nrw-wolf.de/wolfserwartungsland-nrw/

 

Weitere Infos zum NABU NRW-Bildungsprojekt Wolf unter: https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wolfsprojekt/

 

Für Rückfragen:

Thomas Pusch, Sprecher LFA Wolf im NABU NRW, mobil: 0170 2158624 

Katharina Stenglein, Projektleiterin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ des NABU NRW, mobil: 0177 938 4936 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf 

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

 Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
 

NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf

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Der NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf

Deutschlandweite Daten sollen für besseren Schutz sorgen

Der NABU ruft ab sofort dazu auf, gesichtete Kiebitze über die Naturbeobachtungs-Webseiten Ornitho.de oder NABU-naturgucker.de zu melden. Mit der Aktion will der NABU mehr über die gefährdete Art erfahren.

Kiebitz - Foto: Frank Derer

Kiebitz - Foto: Frank Derer

03. Februar 2017 - Unter anderem soll untersucht werden, welche Lebensräume Kiebitze bevorzugen und welche Ansprüche sie an ihre Umgebung haben. Die gesammelten Daten sollen dabei helfen, ein noch besseres Schutzsystem für den Kiebitz aufzubauen. Daher ist es wichtig, aus möglichst vielen Regionen in Deutschland Daten zu erhalten.

Um die Situation für den Frühlingsboten zu verbessern, erhofft sich der NABU in diesem Jahr zweierlei Meldungen: Zum einen sollen die aus dem Winterquartier zurückkehrenden Tiere erfasst werden. Ab Februar sieht man sie oft in großen Schwärmen zu ihren Rastplätzen ziehen. Zum anderen sind insbesondere Hinweise auf brütende Kiebitze gefragt. Ab März können die Tiere bei ihren spektakulären Balzflügen beobachtet werden. Die Männchen präsentieren sich dabei sehr stimmfreudig und lassen das typische und namensgebende „Ki-witt“ erklingen. Kiebitze brüten hauptsächlich in offenen, flachen Landschaften auf Wiesen und Weiden oder auf Ackerflächen.

Die Lage der Brutplätze sollte möglichst genau und mit Angaben zur Art der Bewirtschaftung der Brutfläche gemeldet werden. Auf Grund der Auffälligkeit von brütenden Kiebitzen kann die Erfassung von öffentlich zugänglichen Wegen erfolgen. Ein Aufsuchen der Gelege auf der Fläche ist nicht notwendig.


Kiebitz - Foto: Frank Derer

Hier können Sie Ihre Kiebitz-Beobachtungen melden

Die Meldung von Kiebitzen ist möglich über:

Eine detaillierte Anleitung (PDF) finden Sie hier. Auf einer Auf einer Übersichtskarte werden die Kiebitzmeldungen von Ornitho.de sichtbar sein.

 

Die erhobenen Daten werden im Rahmen des Projektes „Sympathieträger Kiebitz“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt verwendet werden. Im Zuge des Projektes erarbeiten das Michael-Otto-Institut im NABU und das Thünen-Institut für Ländliche Räume derzeit Schutzmaßnahmen für den Kiebitz in der normalen Agrarlandschaft. Um das Potential und die Relevanz der einzelnen Schutzmaßnahmen abschätzen zu können, werden Informationen zur Habitatpräferenz des Kiebitzes sowie zur aktuellen Verteilung des Kiebitzbestandes auf die verschiedenen Anbaukulturen wie Grünland, Mais, Wintergetreide und Zuckerrübe benötigt. Die über die Naturbeobachtungs-Plattformen erfassten Daten sind wichtig, um die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen auf Populationsebene abschätzen zu können. Das Ziel ist es zu ermitteln, wo Schutzmaßnahmen für Kiebitze ansetzen sollten und wie diese optimal ausgestaltet und umgesetzt werden können.


Einst weit verbreitet, nun auf der Roten Liste

Kiebitzküken - Foto: Frank Derer

Kiebitzküken - Foto: Frank Derer

Der früher in Deutschland häufige Brutvogel steht hierzulande inzwischen weit oben auf der Roten Liste. Auch europaweit gilt er als gefährdet. Der Hauptgrund für den Rückgang liegt in der zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft. Es gibt kaum noch geeignete Brutplätze für den Kiebitz und viele seiner Gelege und Küken gehen verloren. Um den bedrohten Wiesenvogel in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren, sucht der NABU gemeinsam mit Landwirten nach Lösungen. Im Projekt „Sympathieträger Kiebitz“ im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt testen Landwirte in insgesamt neun Projektregionen mögliche Maßnahmen auf überwiegend konventionell bewirtschafteten Äckern und Wiesen.

Das Projekt wird durchgeführt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und über fünf Jahre gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie Mitteln des Umweltministeriums von Schleswig-Holstein und der Hanns R. Neumann Stiftung.

0.5 MB - NABU-Anleitung zur Kiebitzmeldung 

 
 


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